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Warum in die Ferne schweifen

St. Ingbert. Erneut eine gute Resonanz fand die zweitägige Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse mit Biosphärenmarkt am Wochenende in der St. Ingberter Stadthalle. An 52 Ständen präsentierten Anbieter ihre vielseitigen bunten Angebote. Cornelia Jung

Die 19. Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse war bereits in vollem Gange, wie Oberbürgermeister Hans Wagner bemerkte, bevor sie überhaupt offiziell eröffnet war. Und so mischten sich die Grußworte auf der Bühne der Stadthalle St. Ingbert am Samstag gegen elf Uhr mit Stimmengemurmel der ersten Reisewilligen, die schon mit bepackten Tüten voller Reiseprospekte ihre Bahnen vorbei an den Ständen zogen. 120 Reiseexperten an 52 Ständen versuchten die Besucher von ihrem Angebot zu überzeugen. Bei der Erstauflage der Börse 1997 war es lediglich die Hälfte. Und mit dem steigendem Angebot nahmen auch die Besucherzahlen zu. Man rechnete am Wochenende mit rund 20 000 Besuchern. "Ich freue mich, dass die Börse immer wieder ihren Weg in die Biosphäre findet", so das Stadtoberhaupt, "sie ist aber mehr als nur eine Touristikmesse." Kreisbeigeordneter Theophil Gallo lobte die Börse als "Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit" zwischen Gastronomie, Hotellerie, Wirtschaftsministerium, den Nachbarregionen, der Touristikanbieter und vieler anderer kleiner Rädchen, die bei der Börse ineinander greifen. "So etwas anzubieten, gelingt dem Einzelnen gar nicht in so hoher Qualität", sagte der künftige Landrat , "so was erreicht man nur gemeinsam." Am Angebot der Börse sehe man, wie viele Kostbarkeiten es in der Region auf kleinster Fläche gibt.

Rainer Schryen, der in Vertretung von Wirtschaftsministerin und Schirmherrin der Veranstaltung Anke Rehlinger nach St. Ingbert gekommen war, war zuvor auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, wo das Saarland mit dem Motto "Das Saarland entspannt genießen" wirbt. Dass viele Reiselustige sich im Laufe der Jahre vom kleinen Bundesland anziehen ließen, zeigten 2,9 Millionen Übernachtungen 2014. Die Anbieter auf der Börse hatten ihre Hausaufgaben gemacht, was von den Gästen mit zahlreichen Besuchern an den Ständen honoriert wurde. "Das hätten wir nicht erwartet", war ein Anbieter bereits am Samstagmittag zufrieden mit der Resonanz. Ob Schwarzwald, Hunsrück, Freudenstadt oder Ottweiler, Neunkirchen, St. Ingbert , Kirkel. Jede Region präsentierte sich anders wirkungsvoll. Mit Burgenmodellen, Kostümierungen, dem Geschmack des Urlaubsziels in Form von Wein oder Bier, was beim Biosphärenmarkt noch durch Öle, Wurst, Käse, Liköre oder Bärlauchwurst ergänzt wurde - jeder warb auf seine Weise um die Gunst der Gäste. Zwei Liebhaberinnen der Saarland-Therme erfuhren am Stand der Mobilitätsberatung, dass sie auch per Bus dorthin anreisen können. Für Fahrpläne und Prospekte bekamen sie am Stand auch eine grüne Biosphärentasche. "Die werden wir nach Leipzig und Berlin mitnehmen", so die beiden Saarländerinnen, die damit zu Botschafterinnen ihrer Heimat werden.

Direkt von der MTB-Strecke schien ein Radler mit Fahrradschuhen und Helm zu kommen, der sich ebenfalls mit den neusten Karten und Broschüren versorgte, genauso wie der zünftig gekleidete junge Mann, der die Pläne für die nächsten Touren "um die Ecke" schon im (Wanderruck-)Sack hatte.