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Streiktag im Öffentlichen Dienst
Warnstreik zeigt nur wenig Folgen

Die Tür der städtischen Kita Luitpoldschule in St. Ingbert blieb am Donnerstag dicht.
Die Tür der städtischen Kita Luitpoldschule in St. Ingbert blieb am Donnerstag dicht. FOTO: Manfred Schetting
St. Ingbert/Blieskastel. Die Kitas Luitpoldschule und Oberwürzbach blieben gestern aber geschlossen. Von Manfred Schetting

(schet) Auch in unserer Region haben sich am gestrigen Donnerstag Beschäftigte im Öffentlichen Dienst an dem Warnstreik beteiligt, zu dem die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund in den Kommunalverwaltungen und -betrieben aufgerufen hatten. Doch nur die wenigsten Bürger in St. Ingbert und Blieskastel dürften von dem eintägigen Ausstand überhaupt etwas mitbekommen haben.


Bei der Stadtverwaltung in St. Ingbert waren zwar Bedienstete im Warnstreik, doch in den allermeisten Dienststellen und Fachbereichen war nach Angaben der städtischen Pressestelle der gewohnte Service gewährleistet. Auch die Müllabfuhr in den Donnerstags-Bezirken in St. Ingbert-Mitte sowie Oberwürzbach ist planmäßig erfolgt und das Wertstoffzentrum hatte geöffnet. Am spürbarsten waren die Warnstreik-Folgen in zwei städtischen Kindertagesstätten. Sowohl in der Kita Luitpoldschule als auch in der Kita Oberwürzbach blieben, wie zuvor angekündigt, die Türen gestern dicht. In diesem Zusammenhang hat die CDU-Stadtratsfraktion die Verwaltung aufgefordert, wie schon bei einem Streik vor einigen Jahren auch dieses Mal den betroffenen Eltern die Gebühren für die Zeit zurückerstatten, für die sie keine Betreuungsleistung in der städtischen Kita erhalten haben.

Bei den Stadtwerken St. Ingbert hatte der Warnstreik dazu geführt, dass der technische Betrieb der Werke seine Dienstbereitschaft mit einer „Notbesetzung“ aufrechterhalten musste. Die Verwaltung der Stadtwerke arbeitete allerdings nach Angaben von Geschäftsführer Hubert Wagner wie üblich.



Im Kreiskrankenhaus St. Ingbert haben sich nach Angaben des Betriebsrates am Donnerstag insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Streikmaßnahmen beteiligt, wie die Geschäftsführung der Klinik auf Nachfrage mitteilte. Schwerpunktmäßig traf der Warnstreik die akutgeriatrisch-internistischen Station. Ebenfalls betroffen waren die Bereiche Anästhesie, Radiologie, Endoskopie und Haustechnik. Eine Notfallvereinbarung für den Streiktag war nach Angaben der Klinik für den Streiktag nicht notwendig.

In Blieskastel machte sich der Warnstreik insbesondere im EVS-Wertstoffzentrum in der Blickweilerstraße bemerkbar, das gestern geschlossen blieb. Mitarbeiter des Bauhofs waren hingegen teilweise im Dienst. Auch das Melde- und das Gewerbeamt waren trotz Warnstreik dienstbereit, wie es im Blieskasteler Rathaus hieß. Auch in beiden städtischen Kitas in der Barockstadt wurden die Kinder wie üblich betreut.