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Rohrbach
Volkshochschule in Rohrbach kämpft mit Problemen

Die Leiterin der VHS-Nebenstelle, Charlotte Fritz (Mitte), berichtete dem Ortsrat über die Herausforderungen bei der Erstellung eines attraktiven Kurs-Programms.
Die Leiterin der VHS-Nebenstelle, Charlotte Fritz (Mitte), berichtete dem Ortsrat über die Herausforderungen bei der Erstellung eines attraktiven Kurs-Programms. FOTO: Cornelia Jung
Rohrbach. In Rohrbach war man auch beim Ortsrat 2016 froh, mit Charlotte Fritz eine junge Frau gefunden zu haben, die die Rohrbacher Nebenstelle der Volkshochschule leitet. Im Frühjahr 2017 wurde sie vom Stadtrat im Amt bestätigt und für die Neunkircherin begann eine Vorbereitungszeit mit dem Ziel, verschiedene Kurse sowie Vorträge für das Jahresprogramm 2018 zu erstellen, was jedoch nicht ohne Hindernisse verlief. „Wir waren ganz begeistert von der jungen VHS-Leiterin“, sagt der Ortsvorsteher, „doch sie bekommt einige Steine in den Weg gelegt und wir haben im aktuellen VHS-Programm auch wenig über Rohrbach gelesen.“

In Rohrbach war man 2016 im Ortsrat froh, mit Charlotte Fritz eine junge Frau gefunden zu haben, die die Rohrbacher Nebenstelle der Volkshochschule leitet. Im Frühjahr 2017 wurde sie vom Stadtrat im Amt bestätigt, und für die Neunkircherin begann eine Vorbereitungszeit mit dem Ziel, verschiedene Kurse sowie Vorträge für das Jahresprogramm 2018 zu erstellen, was jedoch nicht ohne Hindernisse verlief. „Wir waren ganz begeistert von der jungen VHS-Leiterin“, sagt der Ortsvorsteher, „doch sie bekommt einige Steine in den Weg gelegt und wir haben im aktuellen VHS-Programm auch wenig über Rohrbach gelesen.“


In der jüngsten Ortsratssitzung gab Charlotte Fritz Auskunft darüber, worin die Probleme liegen. Roland Weber vermutet, dass es mehr als nur Anfangsschwierigkeiten sind: „Die verschiedenen Nebenstellen verstehen sich als Konkurrenten.“ Wie Fritz sagte, habe sie von Mitte Februar bis Anfang April letzten Jahres, also bevor das Programm in Druck ging, Zeit gehabt, Veranstaltungen zu planen. „Von den gängigen Kursen gibt es ein großes Angebot auch in St. Ingbert und Hassel, und erst wenn die Kurse dort voll sind, dürften wir hier in Rohrbach einen anbieten“, sagt Fritz.

Sie verstehe dieses Procedere, sehe aber mehr Möglichkeiten der Kooperation. Aus ihrer Sicht wäre es möglich, einen Kurs zum gleichen Thema in Hassel und einen in Rohrbach anzubieten. Da sie aus Neunkirchen sei, versuche sie auch dort, gute Dozenten zu werben, was aber dadurch erschwert werde, dass dazu aufgefordert würde, zuerst adäquate Fachleute in St. Ingbert zu suchen. „Es gibt bei den verschiedenen VHS-Stellen schon ein vielfältiges Programm, da wird es für uns schwer, eine Nische zu finden“, sagt Fritz. Sie habe sich für Rohrbach einen Italienisch-Sprachkurs „gesichert“. Sie würde auch gern Smartphone-Kurse anbieten, die es aber auch schon gebe.



Dabei habe sie gehört, dass die Rohrbacher gern solch ein Angebot annehmen würden, wenn es denn in ihrem Ort stattfände. Doch da hänge es auch noch an der Technik, denn im Bürgerhaus gebe es kein W-Lan, weshalb auch der für vergangenen September geplante Tablet-Kurs verschoben werden musste. Trotz der Widrigkeiten ist Charlotte Fritz optimistisch und zählt mögliche neue Rohrbacher VHS-Angebote auf. Neben dem Italienisch-Kurs wäre Französisch mit Entspannungsübungen im Gespräch, Bastelkurse in Zusammenarbeit mit dem Bastelgeschäft Rosch seien schon konkret. Hier wird es einen Tiffany-Glas-Kurs und und eine Seifengießen-Projekt geben. „Wir wollen das Bürgerhaus beleben und wären froh, wenn so viel wie möglich dort stattfinden könnte“, wünscht sich Ortsvorsteher Weber. Deshalb formulierte er auch gleich selbst den Beschluss gegen die Monopolstellung der Nebenstellen: „Um ein attraktives Angebot der VHS-Nebenstelle Rohrbach vorzuhalten, sollte es hier Kurse geben, die auch woanders angeboten werden.“