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Viele Kündigungen zum Jahresende

St. Ingbert/Bliestal. Deutlich gestiegen ist im Januar die Zahl der Arbeitslosen in unserer Region. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, den die Agentur für Arbeit gestern vorgelegt hat. Demnach ist in St. Ingbert die Zahl der erwerbslosen Frauen und Männer im Laufe des Vormonats um 123 gestiegen

St. Ingbert/Bliestal. Deutlich gestiegen ist im Januar die Zahl der Arbeitslosen in unserer Region. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, den die Agentur für Arbeit gestern vorgelegt hat. Demnach ist in St. Ingbert die Zahl der erwerbslosen Frauen und Männer im Laufe des Vormonats um 123 gestiegen. Im Bereich der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur in Blieskastel gab es ebenfalls eine Zunahme der Erwerbslosen, hier stieg die Arbeitslosenquote bis Ende Januar von 4,2 auf 4,7 Prozent. Im Einzelnen waren in Blieskastel 585 Frauen und Männer (gegenüber Dezember plus 53), in Mandelbachtal 211 (plus 23) und in Gersheim 176 (plus 30) ohne Job.


"Im aktuellen Monat hat die Arbeitslosigkeit deutlich zugenommen, der Anstieg von Dezember zu Januar bewegte sich aber im Rahmen der letzten Jahre", kommentiert Hans-Hartwig Felsch, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland, die aktuelle Zahlen. Insbesondere der 31. Dezember als Hauptkündigungstermin hat sich nach seinen Angaben negativ ausgewirkt. Nach dem Weihnachtsgeschäft und zum Jahresende endeten außerdem zahlreiche befristete Arbeitsverhältnisse. "In fast allen Bereichen kam es zu mehr Entlassungen als im Vormonat", erläutert Felsch. Die besten Chancen, nicht arbeitslos zu werden oder rasch wieder eine neue Stelle zu finden, haben laut dem Agenturbericht vor allem gute Fachkräfte. Deshalb unterstütze die Agentur für Arbeit im Saarland Arbeitgeber bei der Fortbildung von geringqualifizierten und älteren Beschäftigten. "Arbeitslose können individuell die nötige Qualifizierung erhalten, um eine baldige Arbeitsaufnahme zu erleichtern", so Felsch.

Im gesamten Saarpfalz-Kreis haben sich im Januar 622 Personen nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, während nur 245 die Arbeitslosigkeit durch eine neue Stelle wieder beenden konnten. Mehr Arbeitslosmeldungen als im Dezember seien aus den Bereichen Metallerzeugung und -bearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Bau- und Innenausbau sowie im Verkauf nach Ende des Weihnachtsgeschäftes erfolgt. Zudem hätten sich viele Frauen und Männer nach einer Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt und nach Arbeitsunfähigkeit beim Jobcenter des Saarpfalz-Kreises wieder arbeitslos gemeldet.

Ebenfalls kreisweit wurden der Arbeitsagentur im Dezember 188 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, rund 100 weniger als im Dezember und 19,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Am Monatsende waren im Saarpfalz-Kreis noch 732 offene Stellen gemeldet. Die meisten Arbeitskräfte werden dabei vom verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Handel, dem Bereich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, der Zeitarbeit sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Bereich Erziehung und Unterricht. Beim Stellenangebot liegt der Bedarf an weiteren Mitarbeitenden in nahezu allen Branchen unter dem Niveau des Vorjahres. schet