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Kita Detelstraße
Rätselraten um Umzugstermin der Kita

Noch deutet am alten Rathausin Rohrbach nicht viel darauf hin, dass hier in Kürze das Ausweichquartier der städtischen Kita seinen Platz haben soll.
Noch deutet am alten Rathausin Rohrbach nicht viel darauf hin, dass hier in Kürze das Ausweichquartier der städtischen Kita seinen Platz haben soll. FOTO: Cornelia Jung
Rohrbach. Die städtische Kita wird von der Detzelstraße ins ehemalige Rathaus in Rohrbach ausweichen. Die Frage ist nur: wann?

Die städtische Kita in der Detzelstraße hat ihre besten Jahre hinter sich. Es regnet rein, der Fußboden ist kaputt, die Schlafräume sind zu beengt, auch der Essensbereich ist zu klein, so dass schon in Etappen gegessen werden muss, und für die Leitung gibt es nicht mal ein Büro. Alles gute Gründe, warum der Stadtrat dem Um- beziehungsweise Neubau zustimmte. Mit dem ehemaligen Rathaus in der Bahnhofstraße wurde ein Ausweichquartier für Kinder und Erzieher für die Zeit der Bauarbeiten gefunden, doch zuerst müssen die Räumlichkeiten, in denen bisher die Mitarbeiter der Stadtwerke arbeiteten, kindertauglich gemacht werden.


Da die bisherige Kita schon lange an ihren Kapazitätsgrenzen ist, soll es mit dem Neubau an der Ecke Detzel-/Pestalozzistraße bald losgehen. Dafür müsste aber das Übergangsgebäude bezugsfertig sein. Für die SPD-Ortsratsfraktion Grund genug, sich bei der Verwaltung nach dem Stand der Arbeiten in der Bahnhofstraße zu erkundigen. Noch sieht man dem Gebäude nicht an, dass dort in naher Zukunft Kinder einziehen sollen. Doch laut Mitteilung der Verwaltung werden lediglich noch abschließende Arbeiten durchgeführt, defekte Lampen ausgetauscht und auch die Bauendreinigung sei bereits erfolgt.

Bisher wurde eine nach außen öffnende neue Ausgangstür, Brandschutztüren und neue Zimmertüren eingebaut, die auch Fingerklemmschutz erhielten, die Treppenhäuser wurden brandschutztechnisch mit Wänden voneinander abgetrennt, Fenster gesichert, Malerarbeiten an den Wänden und Ausbesserungen an den Fußbodenbelägen durchgeführt. Im Krippenbereich wurde das Herren-WC kindgerecht umgebaut, die Küchen erhielten zwei neue Einbauküchen und neue Elektroanschlüsse, eine neue Rauchwarnanlage wurde eingebracht und das Haus mit Feuerlöschern ausgestattet. Ende September werden noch Schallschutzplatten montiert und die Haupteingangstür müsste bis dahin noch so umgerüstet werden, dass sie nicht mehr von Kindern geöffnet werden kann. Glasscheiben im Erdgeschoss, die später im Außenspielgelände der Kita liegen, werden demnächst mit einer Splitterschutzfolie beklebt.



In der letzten Septemberwoche soll der überdachte Zugang vom Hauptgebäude zum Sanitärcontainer hergestellt werden. Der Container selbst werde in der ersten Oktoberwoche geliefert, aufgestellt und von einer Elektrofirma an Wasser, Abwasser und Strom angeschlossen. Beim Außengelände seien noch Gespräche der Fachabteilungen im Rathaus geplant, denn ein pilzbefallener Baum müsse gefällt und die für Kinder gefährlichen Dornengewächse entfernt werden. Danach werde ebenfalls Anfang Oktober ein umlaufender Zaun gestellt, dessen Aufstellung sich jetzt gerade in der Ausschreibung befinde.

Mit Interesse hatten die Mitglieder des Ortsrates die Mitteilungen der Verwaltung gelesen und waren doch nicht zufrieden. Denn eine Aussage, wann das ehemalige Stadtwerke-Gebäude für Rohrbachs jüngste Einwohner bezugsfertig sei, blieb die Stadtverwaltung wiederum schuldig. „Wahrscheinlich weil sie es selbst nicht wissen“, vermutete Ortsvorsteher Roland Weber.

Lisa Magenreuter (CDU) bat schon jetzt darum, man möge im Vorfeld des Kita-Neubaus auch die sich verändernde Verkehrssituation am Standort Detzel- und Pestalozzistraße prüfen. Für eine richtige und rechtzeitige Planung der Infrastruktur setzt sich auch der Ortsvorsteher ein. Zuvor wolle der Ortsrat sich aber bei einem Außentermin erklären lassen, wie die aktuellen Planungen für den Um- beziehungsweise Neubau der Kita aussehen.

Lediglich die beigemauerte neue Brandschutztür zeugt auf den ersten Blick von der Umnutzung des ehemaligen Rathauses.
Lediglich die beigemauerte neue Brandschutztür zeugt auf den ersten Blick von der Umnutzung des ehemaligen Rathauses. FOTO: Cornelia Jung