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IT-Sommertour: Fraunhofer Institut St. Ingbert
Von der Zelle zum Menschen

Am Testbecken erhält Ulli Meyer einen Einblick in die Forschungsabläufe und kann sich Teile eines Überwasserfahrzeuges  ansehen.
Am Testbecken erhält Ulli Meyer einen Einblick in die Forschungsabläufe und kann sich Teile eines Überwasserfahrzeuges ansehen. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Finanzstaatssekretär Ulli Meyer besucht auf seiner IT-Sommertour mit Ammar Alkassar das Fraunhofer-Institut in St. Ingbert. Von Selina Carolin Summer

Fünf verschiedene Institutionen und Unternehmen besuchte Ulli Meyer gemeinsam mit Ammar Alkassar, dem neuen Bevollmächtigten für Innovation und Strategie des Saarlandes, im August. Die Schwerpunkte setzten sie hierbei auf Innovationen und IT.


Am Dienstag war das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) an der Reihe. „Das St. Ingberter Institut gehört zu den sechs Gründungsmitgliedern im Life Science-Verbund der Fraunhofer-Gesellschaft. Der Standort hier verbindet tiefgründige Forschung auf dem medizinisch-biologischen Gebiet mit einer breiten technischen und innovativen Kompetenz“, erklärte Ulli Meyer. „Wir haben mit dem IBMT ein hervorragendes Institut vor Ort: Durch die stetige Weiterentwicklung der beiden Standorte in St. Ingbert und Sulzbach trägt das IBMT zum Strukturwandel in unsere Großregion bei und ist ein attraktiver Arbeitgeber. Hier werden Wissen und Technik an einem Ort gebündelt.“

Medizinische Biotechnologie, Kryo- und Stammzellentechnologie, Biomedizinische Technik, aktive Implantate und Mikrosystemtechnik sind die Bereiche, in denen das Institut als Technologieentwickler und Gerätehersteller mit breitem Know-How für Kunden in der ganzen Welt tätig ist. Dazu gehören auch Kooperationen mit dem Uniklinikum in Homburg und der Universität des Saarlandes. Dabei beschäftigen sich die Forscher mit Fragen wie: Wie kann man per Implantat eine Handprothese steuern? Welche Möglichkeiten bieten sich, möglichst Verletzungsarm zu operieren?



Alleine das Thema Ultraschall gliedert sich nicht nur in die klassischen medizinischen Bereich, sondern auch in Technik und Sonar. Unterwasserultraschall zur Erforschung von Gewässerböden oder die Wartung in Hafenbecken gehören da genauso dazu, wie die Materialprüfung in Industriewerken.

Ein weiteres großes Thema ist die Entwicklung von Implantaten, die immer kleiner gestaltet und mit möglichst geringem Operationsaufwand eingesetzt werden können. „Spannend ist das Fraunhofer IBMT in vielerlei Hinsicht“, sagte Ammar Alkassar. „Zum einen ist das Institut seit Jahren deutschlandweit federführend in der Digitalisierung im Gesundheitsbereich. So wurden die ersten sicheren Gesundheitsnetze bereits vor fast 15 Jahren hier entwickelt. Zum anderen hat das das Fraunhofer IBMT nicht nur Spitzen-Spinoffs wie die BioKryo GmbH hervorgebracht, sondern hat sich auch wesentlich am Kapital beteiligt – ein Modell, das in der Symbiose von Stanford University und dem Silicon Valley eine wichtige Rolle spielt.“

Auf dem Rundgang durch das Institut konnte Ulli Meyer einen genauen Einblick in die Arbeit der Forscher gewinnen. Ein gelungener Abschluss für die IT-Sommertour. „Auf verschiedenen Stationen haben wir uns über Trends und Nutzen, vor allem im Bereich der Digitalisierung informiert. Oftmals gab es Parallelen mit der Verwaltung und wir konnten neue Trends kennenlernen, die auch für die Verwaltung künftig relevant werden können“, erläuterte er rückblickend. An der Digitalisierung werde aktuell auch im Landesamt für Soziales gearbeitet. „Die Digitalisierung soll es möglich machen, Verwaltungsgänge einfach, schnell und vor allem sicher auch von zuhause aus zu erledigen.“ Zukunftsvisionen, die gar nicht mehr so weit entfernt liegen, wie manch einer denkt.