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Handball
TVN erwartet „sechzig Minuten Vollgas“

Niederwürzbachs Johannes Leffer (am Ball/Archivbild) fordert in Saarbrücken eine konzentrierte Leistung.
Niederwürzbachs Johannes Leffer (am Ball/Archivbild) fordert in Saarbrücken eine konzentrierte Leistung. FOTO: Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2 / Horst Klos (Klosfoto)
St. Ingbert. Handball-Saarlandligist TV Niederwürzbach stellt sich gegen Saarbrücker Tempo-Handball, die SGH St. Ingbert hat die Chance auf Revanche. Von Lucas Jost

Auf einer Beliebtheits-Skala der Handball-Spielstätten im Saarland würde die Rastbachtalhalle in Saarbrücken sicherlich im unteren Mittelfeld rangieren. Haftmittel-Verbot in der Saarlandliga? Ein ewiges Streitthema. Dazu kommt ein Gegner, der zu Hause nur sehr schwer zu schlagen ist. „Ich sag mal so, in der Halle haben wir die letzten Jahre nicht so gut ausgesehen“, witzelt Johannes Leffer vom Tabellendritten TV Niederwürzbach. Er muss mit seiner Mannschaft diesen Samstag um 18 Uhr gegen die HSG TVA/ATSV Saarbrücken antreten. „Das ist eine junge Mannschaft mit einem altbekannten Trainer Andreas Birk, mit dem ich auch schon zusammengespielt habe. Sie spielen sehr engagierten Handball. Aber wir sind auch nicht ganz schlecht drauf. Wir haben die letzten fünf Spiele gewonnen“, sagt der Co-Kapitän. „Wir fahren dorthin und gehen schon in das Spiel und rechnen uns Chancen aus. Klar, ohne Haftmittel ist es immer ein bisschen schwierig.“


Den Gegner, der den Vorjahresmeister erwartet, beschreibt Leffer so: „Was Birk sehr wichtig ist, ist die Motivation. Dass er von seiner Mannschaft erwartet, dass sie, gerade weil sie jung sind, motivierten Handball spielen, Tempo-Handball spielen und so probieren zu gewinnen. 60 Minuten Vollgas ist das Motto.“

Wer setzt sich also durch? Kann der TVN mit individueller Klasse und all seiner Erfahrung die Punkte aus der Landeshauptstadt mit nach Hause nehmen? Oder kommt die HSG in ihr gnadenloses Gegenstoß-Spiel und überrennt den Titelverteidiger? Was auch passiert, in Bezug auf die weiteren Saisonziele zeigt sich Leffer ganz diplomatisch. „Ziel ist, das Maximum herauszuholen. Wenn es nach vorne knapper wäre, wäre die Zielsetzung vielleicht ein wenig anders. Aber wir haben dieses Jahr das eine oder andere Spiel mehr verloren, Homburg war die konstantere Mannschaft. Das muss man anerkennen. Wir gehen in jedes Spiel rein und schauen. Und das, was dann rauskommt, ist schon in Ordnung. Ob das jetzt Platz zwei oder Platz drei ist.“



Am Sonntag trifft die SGH St. Ingbert auswärts auf den TV Merchweiler. Das Spiel findet um 18 Uhr in der Allenfeldhalle in Merchweiler statt, nur drei Wochen nach dem wiederholten Hinspiel. Ursprünglich trennten sich beide Klub 35:35-Unentschieden. In der Neuansetzung sicherten sich die Panther einen 24:23-Erfolg und zwei Punkte, ganz zum Unmut der SGH. Die Chance, Revanche zu nehmen, hat St. Ingbert jetzt am Wochenende.