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Handball
TVN vor einem „Vier-Punkte-Spiel“

Merchweiler/St. Ingbert/Niederwürzbach. Der TV Niederwürzbach empfängt die HSG Fraulautern/Überherrn zum „Vier-Punkte-Spiel“. Lokal-Rivale SGH St. Ingbert ist gleich doppelt gefordert. Von Lucas Jost

Das bevorstehende Heimspiel seiner Mannschaft kann, geht es nach Stefan Dreßler, nur einen Ausgang haben. „Gegen sie muss man gewinnen. Gerade daheim.“ Der Torhüter von Handball-Saarlandligist TV Niederwürzbach vertraut darauf, dass seinem Klub am Samstag um 18 Uhr der zweite Saisonsieg gelingt. Zu Gast in der Würzbachhalle ist die HSG Fraulautern/Überherrn. Die Gäste waren als Fünfter der Verbandsliga 2017/2018 in die fünfte Liga aufgestiegen und sind aktuell Vorletzter. Erst am Sonntag feierte die HSG gegen den TuS Elm/Sprengen (35:21) ihren ersten Saisonsieg.


„Zu Hause gegen den Aufsteiger, da gibt es keine Ausreden. Wenn da ein, zwei Spieler fehlen, muss man das kompensieren können. Dafür reicht die individuelle Klasse, die wir zur Verfügung haben“, fordert Dreßler und nimmt auch die jungen Spieler in die Verantwortung. Doch wieso ist der Torhüter so auf den Sieg fokussiert? „Wir haben uns gewünscht, dass wir eher im Mittelfeld stehen statt hinten drin. Doch durch den Umbruch und unser Verletzungspech ist das eine schwierige Aufgabe“, erörtert er. Als Elfter rangiert der Traditionsverein nur zwei Punkte und Plätze vor dem Aufsteiger. Daher sei ein Erfolg gegen einen potenziellen direkten Konkurrenten besonders wertvoll. „Man kann das schon als Vier-Punkte-Spiel bezeichnen“, meint Dreßler. Zugute kommt dem TVN, dass Kreisläufer Aaron Braun wohl wieder zur Verfügung steht. Er hatte sich beim Saisonauftakt bei der HG Saarlouis II am Fuß verletzt, stand aber bei der 19:32-Niederlage beim HC Dillingen/Diefflen erstmals wieder im Kader. Und auch Co-Kapitän Maximilian Bölke, der bisher mit 49 verwandelten Würfen für mehr als ein Drittel der 143 Tore des TVN verantwortlich ist, wird im Gegensatz zum Dillingen-Spiel wohl wieder einsatzbereit sein. Fraglich ist hingegen der Einsatz von Abwehrchef Marcus Eschenbaum. Bei ihm hängt es davon ab, ob er seine Krankheit bis zum Wochenende auskuriert hat.

Gleich doppelt gefordert ist der Saarlandliga-Sechste SGH St. Ingbert, dem diese Woche zwei Heimspiele bevorstehen. Bereits am Donnerstag, 1. November, war mit der HSG TVA/ATSV Saarbrücken der aktuelle Tabellenführer aus der Landeshauptstadt zu Gast in der Ingobertushalle. Das Spiel endete nach unserem Redaktionsschluss. Nur zwei Tage später erwartet die SGH das nächste Schwergewicht auf heimischem Boden. Am Samstag um 19 Uhr trifft St. Ingbert auf den HC Dillingen/Diefflen. Der HC hat nach holprigem Saisonstart in die Spur gefunden und seine letzten drei Spiele allesamt deutlich gewonnen. Der fünftplatzierte TV Merchweiler möchte sein Punktekonto weiter aufstocken und ist am Samstag um 18 Uhr in der Jahnsporthalle in Schwalbach gefordert. Dort trifft er auf den TuS Elm/Sprengen. TVM-Trainer Jonas Denk fordert: „Ich denke, für uns ist es wichtig, dass wir besonders gegen die Mannschaften, die hinten stehen, unsere Punkte holen.“