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Fußball
Turbulente Zeiten in der Landesliga Ost

Der St. Ingberter Edin Makelic setzt sich auf dem Archivbild gegen die Ballweiler Meyer-Zwillinge durch. Am Wochenende hat der SV St. Ingbert sein Spiel abgesagt. Er hat derzeit nicht genug Spieler.
Der St. Ingberter Edin Makelic setzt sich auf dem Archivbild gegen die Ballweiler Meyer-Zwillinge durch. Am Wochenende hat der SV St. Ingbert sein Spiel abgesagt. Er hat derzeit nicht genug Spieler. FOTO: Picasa
WALSHEIM. Der SV St. Ingbert tritt nicht an und zieht sich den Zorn der Liga zu. Dazu kommt noch ein Spielabbruch in Kleinottweiler. Von Stefan Holzhauser

In der Fußball-Landesliga Ost neigt sich eine ziemlich turbulente Saison dem Ende entgegen. Angefangen hatte alles in der Winterpause mit den Vorkommnissen beim SV Beeden, als fast alle Stammspieler den Verein verließen. Der SV Beeden war bis zu diesem Zeitpunkt ein ernsthafter Anwärter auf Relegationsrang zwei und zehrt nun von den zuvor erreichten Punkten, um wahrscheinlich gerade so die Klasse zu halten.


Dann entschlossen sich die Verantwortlichen des SC Blieskastel-Lautzkirchen dazu, ihre in der Bezirksliga Homburg vom Abstieg bedrohte 2. Mannschaft mit mehreren Spielern der Ersten zu unterstützen. Fortan war die Erste nicht mehr so stark wie noch zuvor. Und die Zweite hat zwei Spieltage vor Saisonende trotz der Verstärkung von oben die Rote Laterne inne. Und in der Schlussphase der Runde kommt nun noch hinzu, dass der SV St. Ingbert in personeller Hinsicht aus dem allerletzten Loch pfeift. Wie es beim Traditionsverein weitergeht, wird die Saarbrücker Zeitung in einer ihrer nächsten Ausgaben noch näher thematisieren.

Die St. Ingberter zogen sich am vergangenen Sonntag den Zorn einiger Vereine zu, da sie beim stark abstiegsgefährdeten TuS Wiebelskirchen nicht antraten. Das kam natürlich bei den Konkurrenten des TuS alles andere als gut an. Auch die 1:6-Klatsche des SC Blieskastel-Lautzkirchen bei der ebenfalls noch vom Abstieg bedrohten SG Gersheim-Niedergailbach sorgte bei den anderen Mannschaften im Tabellenkeller nicht gerade für helle Begeisterung. Erneut wurden beim SC einige Spieler wie beispielsweise Peter Pusse an die Zweite abgestellt, die zeitgleich im Bezirksliga-Kellerduell bei der SG Rubenheim-Herbitzheim-Bliesdalheim trotz langer Überzahl mit 4:6 das Nachsehen hatte.

Für reichlich Gesprächsstoff sorgte außerdem auch der Spielabbruch in der Partie zwischen der ASV Kleinottweiler und der SF Walsheim. Die ASV führte nach 83 Minuten mit 2:0. Dann sah ASV-Akteur Daniel Widera nach grobem Foulspiel an Kenneth Weiß die Rote Karte. „Der junge Schiedsrichter hat hervorragend gepfiffen. Auch die Rote Karte war völlig berechtigt. Nachdem er Rot gezogen hatte, ist ein Spieler der ASV-Zweiten, mittlerweile in Zivilkleidung, zu ihm hin und hat ihm seine Notizkarte aus der Hand geschlagen. Daraufhin hat der Schiedsrichter das Spiel abgebrochen“, erklärte der Walsheimer Vorsitzende Pirmin Langenbahn auf Nachfrage. Die Spielwertung ist noch offen.