| 16:01 Uhr

Tourismusbörse lockte wieder die Besucher

Es muss nicht immer eine Weltreise sein. Dagmar Schuler als Gräfin von der Leyen (rechts) und ihr Hofstaat mit Margit Sündermann und Gaby Grell (von links) als Teil des barocken Blieskastel, finden auch das Gäste-Angebot des modernen St. Ingbert von Melanie Fritsch besuchenswert. Foto: Cornelia Jung
Es muss nicht immer eine Weltreise sein. Dagmar Schuler als Gräfin von der Leyen (rechts) und ihr Hofstaat mit Margit Sündermann und Gaby Grell (von links) als Teil des barocken Blieskastel, finden auch das Gäste-Angebot des modernen St. Ingbert von Melanie Fritsch besuchenswert. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
St Ingbert. 120 Tourismusexperten waren mit Reiseangeboten in der Mittelstadt. Neu war die Gesundheits-, Fitness- und Wellnessmesse. Cornelia Jung

Zum 21. Mal fand am Wochenende die Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse in St. Ingbert statt. Nachdem Oberbürgermeister und Landrat diese in der Stadthalle eröffnet hatten, ergriff Schirmherrin Anke Rehlinger das Wort. Neben ihr standen unter anderem Winnetou, Gräfin Marianne von der Leyen mit Hofstaat und die Zweibrücker Rosenkönigin. "So angezogen sieht die Region auch sehr gut aus", verwies die Ministerin auf die in verschiedene Rollen geschlüpften "Aushängeschilder" ihrer jeweiligen Stadt. In St. Ingbert habe man das Problem anderer Veranstaltungen, denen die Aussteller "wegbrechen", nicht. "Hier ist man auf Expansion",so Rehlinger, "am Anfang waren es Pioniere, die belächelt wurden, als sie in Tourismus machen wollten." 120 Tourismusexperten, die nun 2017 mit Reiseangeboten in die Mittelstadt kommen, hätten die Zweifler verstummen lassen. Es sei aber kein Selbstläufer, dass die Urlauber ins Saarland kämen. Die Spitzenzahl von drei Millionen Übernachtungsgästen 2016 sei ein gemeinschaftliches Werk vieler Saarländer. Doch es gelte, sich nicht auf diesem Rekord auszuruhen. Man müsse selbst wissen, was man an der Region habe und dies begeistert an potentielle Besucher vermitteln, dann fielen die Angebote auch auf fruchtbaren Boden. Das kann Alexander Mohr, der Deutschlands einzige Glaubersalztherme in Bad Bertrich repräsentierte, bestätigen. Er ist seit fünf Jahren "festes Inventar" der Börse. "Wir fühlen uns hier sehr wohl und die Teilnahme hier hat uns schon viele Gäste beschert. Wir haben vor der Therme immer viele Autos mit Nummernschildern aus dem Saarland stehen", sagt er. Und dass er in der Halle den Stand der Pfalz immer direkt gegenüber hat, gab seinen eigenen Ausflügen auch die Richtung nach Dahn vor. Man betrachte die anderen Anbieter nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung, weil jeder einen anderen Blickwinkel habe. Die Börse hat viele Stammgäste, was auch der Bad Bertricher am Samstag merkte. "Es gibt doch nichts Schöneres, als wenn man, wie ich heute Morgen, mit Namen begrüßt wird", sagte er. Es gibt aber auch Besucher, die zufällig vorbeischauen, so wie Monika und Ulrich Schäfer aus Sulzbach. Sie kauften auf dem Wochenmarkt ein und sahen die Werbung für die nebenan stattfindende Börse. Beide sind begeisterte Camper und immer auf der Suche nach neuen Anregungen, da sie oft in ganz Deutschland unterwegs sind. Am Stand von Freudenstadt werden Erinnerungen wach, denn Ulrich Schäfer war das letzte Mal vor vielen Jahren dort. Es gefiel ihm und dank der Tourismusbörse wird das Wohnmobil des Ehepaars wohl demnächst die Fahrt in den Schwarzwald antreten. Dass man nicht immer weit fahren muss, um schöne Erlebnisse zu haben, beweisen die regionalen Anbieter, mit denen es wie beim Besucherbergwerk Rischbachstollen tief hinab oder wie bei der Kirkeler Burg hinauf geht.



Zum Thema:

Mit der Tourismusbörse fand auch ein verkaufsoffener Sonntag mit Autoschau in der St. Ingberter Innenstadt statt. Neu war allerdings, dass die Börse am Wochenende durch die erste Gesundheits-, Fitness- und Wellnessmesse in der Ingobertushalle bereichert wurde. Neben vielen anderen Angeboten waren da Tipps für einen erholsamen Schlaf oder eine gesunde Lebensweise zu bekommen. Es gab Massagen und Anregungen, wie man vom Alltag abschaltet. Besucher erlebten Kampfkunst- oder Tanzvorführungen und sahen, wieviel Spaß Bewegung macht getreu dem lateinischen Zitat, dass "in einem gesunden Körper ein gesunder Geist lebt".

Das könnte Sie auch interessieren