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Vorlesewettbewerb
Thora Aberham war die beste Vorleserin

Die Sieger des Lesewettbewerbs (vorne von rechts): Dean Lambert (Platz 2), Thora Aberham (Platz 1) und Mira Sophie Becker (Platz 3).
Die Sieger des Lesewettbewerbs (vorne von rechts): Dean Lambert (Platz 2), Thora Aberham (Platz 1) und Mira Sophie Becker (Platz 3). FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Regionalentscheid beim Lesedino mit Viertklässlern aus St. Ingbert, dem Bliestal und Sulzbach. Von Selina Carolin Summer

Seit 17 Jahren veranstaltet das Ministerium für Bildung und Kultur den Lesedino-Wettbewerb. Schüler der vierten Klassen im Alter von neun und zehn Jahren messen hierbei ihre Vorlesekünste. Der Wettbewerb ist bundesweit einzigartig. Das Saarland ist das einzige Bundesland, in dem ein solcher Wettstreit auf Bundesebene stattfindet. Insgesamt 139 von insgesamt 160 Grundschulen im Saarland nahmen teil. „Das ist eine Rekordzahl“, freut sich Jörg Sämann vom Ministerium für Bildung und Kultur.


Die jeweils besten Leser der Schulen treten aktuell in den Regionalentscheiden gegeneinander an. Insgesamt 13 von ihnen gibt es über das Saarland verteilt. Einer davon fand am Freitag in der Stadtbücherei statt. Beteiligt waren Schulen aus dem Raum St. Ingbert, Reinheim, Mandelbachtal, Medelsheim und Sulzbach. Insgesamt zehn Schüler traten gegeneinander an und wurden hierbei von einer sechsköpfigen Jury bewertet. Diese setzte sich aus Andrea Kiehm, der Leiterin der Kulturabteilung der Stadt St. Ingbert, Sabine Mehlem von Klein Buch und Papier, der Vorleseexpertin Maria Lang, Jürgen Eckert aus dem Vorstand des Friedrich Bödecker Kreises, Jörg Sämann und Oberbürgermeister Hans Wagner zusammen. Er hielt auch die Begrüßungsrede und freute sich sehr über das Leseinteresse der Kinder. Für ihn selbst war die Veranstaltung eine Premiere.

Im ersten Durchgang des Regionalentscheides lasen die Schüler aus selbst ausgesuchten Büchern vor. Je drei Minuten blieb ihnen Zeit, die Jury zu überzeugen. Angefeuert von Familien und Freunden im Publikum machten alle ihre Sache sehr gut. In der zweiten Runde ging es dann an einen völlig unbekannten Text. Die Geschichte über „Emmi und Einschwein – Einhorn kann jeder“ von Anna Böhm ist frisch in der Bibliothek eingetroffen und legt einige Zungenstolpersteine in den Weg. Doch auch diese Aufgabe meistern die jungen Vorleser mit Bravour. Danach war es an der Jury, die schwierige Vergabe der die Punkte vorzunehmen. Dabei stand nicht das fehlerfreie Lesen im Vordergrund, sonder Dinge wie Tempo, Betonung und Aussprache.

Die Lesetalente machten ihren Bewertern die Entscheidung nicht leicht. Den ersten Platz gewann Thora Aberham von der Rischbachschule. Die Viertklässerin liest viel und gerne. Wie viele Bücher es bisher waren, kann weder sie noch ihre Eltern so genau sagen. „Mehrere Hundert“, schätzte ihre Mutter. Ihr Text stammte aus dem Buch „Der verrückte Erfinderschuppen“ von Lena Hach und Daniela Kulot. Dabei brachte Thora das Publikum mit der lustigen Geschichte über eine Limonadenflut im Freibad zum Lachen, ohne selbst den Faden zu verlieren.

Platz zwei belegte Dean Lambert von der Grundschule Mandelbachtal-Erfweiler-Ehlingen. Den dritten Platz gewann Mira Sophie Becker von der Waldschule Altenwald. Eine Urkunde und eine Geschenketasche erhielt jeder Teilnehmer. Die Siegerin ist außerdem zum Landesentscheid am 15. Mai eingeladen.