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Breibandausbau
Telekom beantragt viele neue Schaltgehäuse

St. Ingbert. Die Telekom hat seit Ende vergangenen Jahres für den Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln in St. Ingbert insgesamt über 90 Anträge für die Standortsicherung im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen beantragt. Dass hat die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt mitgeteilt. So versuche die Telekom ihr nach eigenen Angaben definiertes Ziel zu erreichen, „die Bürger möglichst bald mit schnellen Breitbandanschlüssen zu versorgen“. Von Manfred Schetting

Die Verwaltung prüfe derzeit die Anträge im Hinblick auf Verkehr, Stadtplanung und Grünflächen. Einige Anträge seien bereits genehmigungsreif, so dass die Telekom nach der Erteilung der Genehmigung zeitnah mit dem Verlegen der Glasfaserkabel beginnen könnte. Andere Standorte müssten vor Ort geprüft und womöglich verändert werden, da die neuen Schaltgehäuse deutlich größer ausfallen als die vorhandenen. Dies führe stellenweise zu einer so erheblichen Einschränkung des Bürgersteiges, dass die Schaltgehäuse in der beantragten Form nicht genehmigt werden könnten. An einigen Stellen werde es sich jedoch nicht vermeiden lassen, dass ein schnellerer Breitbandanschluss zulasten des Platzes im öffentlichen Verkehrsraum gehen wird, so die Verwaltung. Genau an diesem Punkt hakte Adam Schmitt (Die Grünen) im Ausschuss ein. „Es ist nicht einzusehen, dass die Breitband-Kästen die Bürgersteige verengen sollen“, meinte er. „Die Stadt sollte daher prüfen ob es nicht andere Lösungen gibt. Die Telekom könnte vielleicht auch auf Privatgrundstücken bauen statt auf öffentlichen Bürgersteigen.“