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Fußball
Ein Derby auf Augenhöhe

ROHRBACH/HOMBURG. In der Fußball-Saarlandliga empfängt am Sonntag der schwächelnde SV Rohrbach den FC Homburg II. Von Stefan Holzhauser

Am Sonntag findet um 15 Uhr in der Fußball-Saarlandliga das Derby zwischen dem Aufsteiger SV Rohrbach und dem FC Homburg II statt. Beide Mannschaften haben aus den ersten fünf Spielen sieben Punkte geholt. Aufgrund des besseren Torverhältnisses ist der FCH derzeit Neunter und der Liganeuling Zwölfter. Und es gibt auch bezüglich des Saisonverlaufs Parallelen. Beide Teams holten aus den drei ersten Partien jeweils ihre sieben Zähler, ehe es zuletzt zwei Niederlagen gab. Die Homburger unterlagen zunächst bei der SV Elversberg II mit 0:1 und mussten sich dann zu Hause den SF Köllerbach II durch einen Last-Minute-Treffer mit 2:3 geschlagen geben.


Viel übler erwischte es zuletzt die Rohrbacher. Zunächst musste man sich in Köllerbach mit 1:6 beugen, ehe es beim SC Halberg Brebach sogar eine 2:10-Packung gab. Allerdings hat sich der Aufsteiger bisher bereits einen Vorsprung von sechs Punkten auf den Tabellenvorletzten SV Bübingen herausgearbeitet. Und das aktuelle Schlusslicht FV 09 Schwalbach hat sogar noch gar nicht gepunktet. „Mit der Leistung unserer Mannschaft in den ersten drei Spielen waren wir sehr zufrieden. Da sind die Jungs förmlich über sich hinausgewachsen. Es hat sich gezeigt, was möglich ist, wenn man hochmotiviert ist und jeden Zweikampf so bestreitet, als wäre es der letzte“, sagt der Rohrbacher Trainer Rüdiger „Rü“ Pfeifer. Genau diese Einstellung hätte man aber in den beiden letzten Spielen vermissen lassen. Von daher seien die beiden Niederlagen zurecht so hoch ausgefallen. „Das wirft uns aber nicht um. Die Mannschaft trainiert motiviert weiter und man bekommt untereinander keinen Stress“, betont Pfeifer. Die Stammformation sei noch nicht gefunden. „Allerdings möchte ich auch vermehrt rotieren, da wir einen breiten Kader haben und ich alle Spieler einsetzen will“, sagt der Trainer des Aufsteigers. Man wolle unbedingt vermeiden, dass Spieler den Eindruck bekämen, es werden immer die gleichen 14 bis 15 Akteure eingesetzt. Dann würden am Saisonende vielleicht zehn Spieler den Verein verlassen. Jeder Spieler würde vom Trainer gleich angesehen. Es gehe darum, weiterhin in den Zweikämpfen alles zu geben. Dann hätte man auch gegen Homburg eine Siegchance.

„Trotz der beiden hohen Niederlagen von zuletzt wird der SV Rohrbach für uns mit Sicherheit kein leichter Gegner sein. Sie spielen jetzt wieder zu Hause, wo sie noch ungeschlagen sind – auf ihrem gewohnten Rasenplatz und mit den Zuschauern im Rücken“, meint der Homburger Trainer Andreas Sorg und ergänzt: „Klar, eine gewisse Verunsicherung wird bei ihnen da sein. Von daher müssen wir versuchen, sie unter Druck zu setzen. Allerdings dürfen wir keinesfalls überheblich an diese Aufgabe herangehen.“



Sorg kann wieder auf den nach einer Verletzung genesenen Tim Krämer bauen. Und eine wichtige Personalie ist auch Valdrin Dakaj. Der Torjäger hat seine USA-Reise beendet und kann nun wieder zusammen mit Kai Hesse sowie Kapitän Tim Klotsch ein brandgefährliches Offensiv-Trio bilden. Dagegen sind Robin Hottenbacher und Philipp Wunn weiter angeschlagen und fallen aus. „Nach einem guten Saisonstart mussten wir zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Wobei man eingestehen muss, dass die SV Elversberg II die bessere Mannschaft an diesem Tag war. Die Niederlage gegen Köllerbach war dagegen unglücklich und bitter“, erklärt der Homburger Trainer. Beide Mannschaften hätten in der Offensive ihr Glück versucht, wobei die Köllerbacher das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. „Der späte Gegentreffer wirft uns nicht um. Wir haben ein gutes Spiel gemacht – und das ist in erster Linie das, was zählt“, betont Sorg.