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Strahlemann-Stiftung
Stiftung hilft Schülern bei der Jobsuche

Franz-Josef Fischer von der Strahlemann-Stiftung (rechts) übergab am Mittwoch die Talent Company an der Rohrbacher Gemeinschaftsschule an die Schulleiterin Susanne Fritz (hintere Reihe Dritte von rechts) und die Schüler. Mit dabei Philipp Gross (hinten Mitte) und Hans-Jürgen Domberg (links) als Vertreter des Kreises .
Franz-Josef Fischer von der Strahlemann-Stiftung (rechts) übergab am Mittwoch die Talent Company an der Rohrbacher Gemeinschaftsschule an die Schulleiterin Susanne Fritz (hintere Reihe Dritte von rechts) und die Schüler. Mit dabei Philipp Gross (hinten Mitte) und Hans-Jürgen Domberg (links) als Vertreter des Kreises . FOTO: Cornelia Jung
Rohrbach. Die Strahlemann-Stiftung richtete in der Gemeinschaftsschule in Rohrbach einen Fachraum zur Berufsorientierung ein. Von Cornelia Jung

Bei der Berufsorientierung von Schülern gilt es, Stärken und Talente zu entdecken und diese, idealerweise mit Unterstützern, zu fördern. So, dass im besten Fall ein Ausbildungsplatz winkt, der zum Traumjob führt. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Die Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim hat genau das mit ihrer Talent Company an Schulen auf den Weg gebracht. Aus der Idee zweier Unternehmer, die sich im Jahr 2000 beim Seminar „Unternehmerenergie“ trafen, entstand zwei Jahre später die Strahlemann-Organisation, aus der 2008 die Stiftung hervorging. Mit dem Ziel, Jugendlichen bei der Jobsuche zu helfen und somit Perspektiven zu bieten.


Der „Strahlemann“, ein Anstecker, den damals einer der Gründer als Goldschmied selbst fertigte und der dessen Optimismus und Lebensfreude symbolisieren sollte, ist mittlerweile das Logo der Stiftung und deren Werbeträger geworden. Nun ist der „Strahlemann“ auch allen Gemeinschaftsschülern in Rohrbach ein Begriff, denn dort richtete die Stiftung eine Talent Company ein, ein ganz besonderer Fachraum zur Berufsorientierung, in dem Synergien zwischen Ausbildungsbetrieben und der Schule geschaffen werden sollen. An einer sogenannten Job-Wall, einer Art moderner Wandzeitung, stellen sich regionale Unternehmen vor, die das Projekt nicht nur begleiten und fördern, sondern so auch in Schulen für sich als Arbeitgeber werben. Praxisnah und individuell soll bei den vorbereitenden Maßnahmen für die Berufswahl auf die Jugendlichen eingegangen und damit dem Fachkräftemangel begegnet werden.

Mit optisch abgetrennten Computerarbeitsplätzen, Loungeecke, einem großen Tisch für Beratungen und Möglichkeiten des Austauschs ist dieser Platz künftig der Begegnungsort für Schüler und Unternehmer. Für die Rohrbacher Schule ist das ein Gewinn, denn sie wurde von der Stiftung als erste saarländische Schule ausgewählt, eine Talent Company zu beherbergen und ist damit die 30. in Deutschland. Geld musste die Bildungseinrichtung keines in die Hand nehmen, nur einen freien Raum zur Verfügung stellen. „Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass es so etwas gibt. Wir mussten nicht auf die Suche nach Geldmitteln gehen, darum kümmerte sich die Stiftung“, sagte Schulleiterin Susanne Fritz. Dieser Raum komme wie gerufen, denn ab Klasse 5 lernen die Kinder in dieser Schule verschiedene Berufszweige kennen und ab Klasse 7 gibt es den verpflichtenden Unterricht „Beruf und Wirtschaft“.



Fritz wünscht sich noch mehr Kooperationsbetriebe, die sich dort einbringen. Einer der Partner für das Projekt ist die Baugruppe Peter Gross. Geschäftsführer Philipp Gross, der zur Einweihung der Talent Company in die Schule kam, zeigte sich vom „absoluten Vorzeigezimmer“ begeistert. Mit seiner Beteiligung bringe sich die Firma nicht nur fürs Gemeinwohl ein, sondern könne auch „potentielle Mitarbeiter“ unter den Schülern auf sich aufmerksam machen.

„Ich möchte mich bei der Strahlemann-Stiftung bedanken, dass sie ihre Ideen zu uns gebracht hat“, sagte der Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Domberg, der in Vertretung des Landrates nach Rohrbach gekommen war. Auch Catharina Kraus wird diesen Raum in Zukunft nutzen, denn die junge Frau coacht die Schüler in den Abschlussklassen. Mit dem neuen Raum würden Berührungspunkte zwischen Unternehmen und Jugendlichen geschaffen. „Für mich stellt der Raum ein zukunftsweisendes Projekt dar“, sagte die Mitarbeiterin der Bundesagentur für Arbeit, „so wird die berufliche Orientierung für alle zugänglich gemacht. Die Jugendlichen müssen auch wissen, warum sie lernen sollen.“ Die Talent Company sei eine „Chance zur Begegnung“.

Franz-Josef Fischer, einer der Gründerväter der Strahlemann-Stiftung, hob die Bildung als Schlüssel zum Erfolg hervor. Lehrer und Schüler sollten mit den vielfältigen Herausforderungen nicht allein gelassen, sondern unterstützt werden. „Wir wollen unseren Kindern Flügel verleihen“, sagte er, „unsere Vision ist, das Projekt in den nächsten Jahren deutschlandweit auszurollen.“