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Stiftung baut für Senioren

So soll das seniorengerechte Bläse-Haus in der Kaiserstraße einmal vom Stadtpark her aussehen. Foto: TerraConstruction mbH
So soll das seniorengerechte Bläse-Haus in der Kaiserstraße einmal vom Stadtpark her aussehen. Foto: TerraConstruction mbH FOTO: TerraConstruction mbH
St Ingbert. Für rund 2,2 Millionen Euro wird die Bläse-Stiftung für Wohlfahrtspflege in der Kaiserstraße ein Wohngebäude errichten, das zwölf seniorengerechte Mietwohnungen bieten wird. Der Neubau, der Ende 2017 fertig sein soll, startet jetzt mit der Pfahlgründung. Manfred Schetting

. Hoffentlich war das kein schlechtes Omen. Mit einem symbolischen "Baggerstich" sollte gestern Vormittag in der Kaiserstraße 131 die Bohrpfahlgründung starten, die Auftakt für den Bau eines seniorengerechten Wohnhauses sind, das die Bläse-Stiftung für Wohlfahrtspflege errichten wird. Für den Bagger fehlte jedoch der Schlüssel, er blieb unbewegt in einer Ecke des Baugeländes stehen.


Aber auch ohne Bagger gab es natürlich viele Informationen, wie das an die Gustav-Clauss-Anlage angrenzende Bläse-Haus einmal aussehen wird. Als Stiftungsvorsitzender betonte Oberbürgermeister Hans Wagner die generelle Bedeutung des Vorhabens. "Die Förderung der Altenhilfe ist in der Satzung der Bläse-Stiftung ausdrücklich festgelegt." Somit unterstützten die geplanten Wohnungen für betagte Bürger quasi zeitgleich den satzungsgemäßen Zweck sowie den Ertrag der Stiftung. Insgesamt werde die Stiftung in den Neubau rund 2,2 Millionen Euro investieren. Hierfür entstehe in der Kaiserstraße ein auch dank einer Photovoltaikanlage und besonderer Wärmedämmung energetisch hocheffizientes Vorzeigeprojekt.

Weitere Details des Neubaus erläuterte zudem Franz Günther Mast von Ingenieurgesellschaft Terra Construction aus St. Ingbert . Demnach werde das Bläse-Haus komplett barrierefrei nutzbar. Hierfür sorge unter anderem ein Aufzug, der vom Keller bis unters Dach führt. Die vier Wohnungen im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes werden sogar rollstuhlgerecht ausgebaut, so Mast. Im rückwärtigen Teil des Gebäudes mit Blick auf den Stadtpark ist ein Gemeinschaftsraum vorgesehen, der fürs gemeinsame Kochen oder Feiern genutzt werden kann.



Die zwölf geplanten Wohnungen , die zwischen 45 und 56 Quadratmeter groß sein werden, sind ausschließlich zur Vermietung gedacht. "Eine bessere Verzahnung von Investition und Ertragsgewinnung ist im Stiftungsbereich der Wohlfahrtspflege kaum möglich", meinte Hans Wagner . Als Kaltmiete sind dabei etwa 8,50 Euro je Quadratmeter veranschlagt. Eine solche Miethöhe sei angesichts der hochwertig geplanten Ausführung, aber auch aufgrund der durch die energiesparende Bauweise geringen Nebenkosten gerechtfertigt, so Wagner. Und die Nachfrage nach den seniorengerechte Wohnungen sei ohnehin enorm. Bereits jetzt lägen dem Geschäftsführer der Bläse-Stiftung 30 ernsthafte Anfragen vor. Ob solchen Interesses werde wohl der Vorstand der Stiftung im kommenden Jahr entscheiden müssen, wer zum Zuge kommt.

In den nächsten Wochen wird das Geschehen auf der Baustelle aber erst einmal die Pfahlgründung für das neue Gebäude bestimmen, die eine auf solche Arbeiten spezialisierte Firma aus Illingen übernimmt. Die aufwendige Gründung ist erforderlich, weil das Bläse-Haus auf der Felsformation stehen wird, die von der Brauerei bis zum Stadtpark reicht. Rund 50 Pfähle mit einer Gesamtlänge von über 400 Metern werden in den Felsen gebohrt, und das bis zu neun Meter tief. Spielt die Witterung auch in den Wintermonaten mit, soll der Rohbau des Bläse-Hauses nach Angaben von Franz Günther Mast bis Mai kommenden Jahres stehen. Bezugsfertig sollen die zwölf Wohnungen Ende 2017 sein.

An dieser Stelle des Geländes in der Kaiserstraße kann man neben dem benachbarten Wohnhaus gut erkennen, weshalb für den Neubau eine Pfahlgründung notwendig ist. Foto: Manfred Schetting
An dieser Stelle des Geländes in der Kaiserstraße kann man neben dem benachbarten Wohnhaus gut erkennen, weshalb für den Neubau eine Pfahlgründung notwendig ist. Foto: Manfred Schetting FOTO: Manfred Schetting