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Saarbrücker Zoll warnt
Unversteuerter Kaffee: Strafverfahren gegen Unternehmen aus St. Ingbert

Der Zoll warnte, bei „zu guten“ Angeboten im Netz sollte genau hingeschaut werden - auch, ob die Lieferung aus dem Ausland nach Deutschland geliefert werde.
Der Zoll warnte, bei „zu guten“ Angeboten im Netz sollte genau hingeschaut werden - auch, ob die Lieferung aus dem Ausland nach Deutschland geliefert werde. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Saarbrücken. Eine Kaffeebestellung im Internet hat im Saarland ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung nach sich gezogen. Konkret hatte ein Unternehmen aus St. Ingbert online 176 Kilogramm Kaffee in den Niederlanden bestellt, wie das Hauptzollamt Saarbrücken am Freitag mitteilte.

Allerdings wurde die fällige Kaffeesteuer in Höhe von 2,19 Euro je Kilogramm nicht bezahlt. Die Ware wurde daraufhin in der vergangenen Woche sichergestellt. Die Zoll-Ermittlungen ergaben, dass die Firma in den vergangenen Jahren noch hunderte Kilo mehr Kaffee bestellt und nicht versteuert hatte. Die Steuerschuld beläuft sich demnach auf rund 1800 Euro. Es wurde ein Strafverfahren wegen Hinterziehung der Steuer eingeleitet.


Der Zoll warnte, bei „zu guten“ Angeboten im Netz sollte genau hingeschaut werden - auch, ob die Lieferung aus dem Ausland nach Deutschland geliefert werde. Nicht immer sei für Besteller erkennbar, ob eine Steuerpflicht bestehe, selbst eine deutsche Internetadresse bedeute nicht unbedingt, dass Ware innerhalb Deutschlands versendet werde. Grundsätzlich würden neben Kaffee auch auf alkoholische Getränke, Tabak und Zigaretten nationale Steuern erhoben, so dass eine Bestellung auch innerhalb der EU steuerpflichtig sein könne. Die Verantwortung für die Bestellung und damit auch die Steuerpflicht liegt laut Zoll beim Besteller.

(dpa)