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Steinbruch soll erweitert werden: Grüne skeptisch

Rubenheim/Saarbrücken

Rubenheim/Saarbrücken. In der vergangenen Woche ist auf Antrag der umweltpolitischen Sprecherin der Grünen im Landtag, Simone Peter, ein Bericht der Landesregierung über die geplante Erweiterung des Steinbruchs im Bereich Hanickel zwischen Wolfersheim und Rubenheim durch die Firma Naturprodukte Rubenheim (Napru) sowie der Stand des Genehmigungsverfahrens im Umweltausschuss des Landtags behandelt worden. Wie Simone Peter in einer Presseerklärung betont, würden die Bedenken gegen die geplante Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim schwer wiegen. Auch wenn im Ausschuss darauf verwiesen wurde, dass vom Unternehmen zunächst die Unterlagen vervollständigt werden müssen, bevor das Raumordnungsverfahren von der Landesregierung fortgesetzt werden kann, seien die Bedenken der Grünen "im Hinblick auf eine erhebliche Beeinträchtigung aus Gründen des Naturschutzes, des Emissionsschutzes betreffend Lärm und Staub, des Landschaftsschutzes, des Grundwasserschutzes, des Denkmalschutzes sowie des Tourismus nicht entkräftet". Die von der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises im Jahr 2011 erteilte Baugenehmigung für die Erweiterung des Steinbruchs um rund sieben Hektar sei vor dem Hintergrund des traditionellen Kalkabbaus im Bliesgau auch "allgemein akzeptiert und positiv beurteilt" worden. Alle Akteure in den Gemeinden, Ortsteilen, im Kreis, Land und aus dem Bereich der Natur- und Waldschutzverbände hätten 2011 das Vorhaben begrüßt. Demgegenüber ergebe sich bei einer Erweiterung um zirka 30 Hektar eine "deutlich veränderte Betroffenheit".



Bürgerinnen und Bürger, Gemeindevertreter und die vom wachsenden Tourismus in der Biosphäre Bliesgau profitierenden Menschen befürchteten zu Recht einen zu starken Eingriff ins Landschaftsbild, das nach Abschluss der Tätigkeiten erheblich verändert sein werde. Auch die lange währende Belastung durch Schwerlastverkehr, Lärm und Staub und die dadurch möglicherweise entstehenden negativen Einflüsse auf den Tourismus würden schwer wiegen. red

Foto: Becker&Bredel