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Registrierungaktion am 22. September in Homburg
Hilfe für die todkranke Jennifer: Stammzellspender gesucht

Die 32-jährige Jennifer braucht einen passenden Stammzellspender, um zu überleben.
Die 32-jährige Jennifer braucht einen passenden Stammzellspender, um zu überleben.
Homburg/St. Ingbert. Jennifer, 32, aus Frohnhofen ist normalerweise eine lebenslustige und aktive Frau. Doch vor kurzem hat sie eine Diagnose erhalten, die das Leben der jungen Mutter bedroht: akute Leukämie. Um zu überleben, ist eine Stammzelltransplantation notwendig. Von red

Es ist ihre einzige Chance. Wenn kein passender Spender unter den Angehörigen gefunden wird – und danach sieht es nicht aus – ist Jennifer sehr bald auf die Spende eines Fremden angewiesen. Das schreibt der Verein  „Miteinander gegen Krebs“ aus Homburg. Er organisiert gemeinsam mit der DKMS, einer  gemeinnützigen Organisation, die sich dem Kampf gegen lebensbedrohliche Blutkrebserkrankungen verschrieben hat, und mit Unterstützung der Stadt  eine Registrierungsaktion. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen: Er kann sich am Samstag, 22. September,  11 bis 16 Uhr, im Kulturzentrum Saalbau, Zweibrücker Straße 22, in Homburg als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden benötigt, da der DKMS allein für die Registrierung jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.


„Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen“, das seien die ersten Anzeichen ihrer lebensbedrohlichen Erkrankung gewesen, erzählt Jennifer. Sie habe zunächst gedacht, es sei eine Grippe. „Als mir die Ärzte gesagt haben, dass ich an akuter Leukämie leide, bin ich aus allen Wolken gefallen“, gesteht sie. „Ich habe sofort an meine Tochter und an meinen Mann gedacht und mir Sorgen gemacht.“ Sie wünsche sich nichts sehnlicher, als gesund zu werden, „um wieder Zeit mit meiner Familie und mit Freunden zu verbringen“.

Es sei „wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Nur dann können sie überhaupt als Lebensretter gefunden werden“, weiß Dr. Maria Cacacciola-Ketter, Vorsitzende des Vereines „Miteinander gegen Krebs“. Unter dem Motto „Gemeinsam für Jennifer!“ appellieren die Initiatoren nun an die Menschen mitzumachen. Die Registrierung selbst geht schnell: Nachdem eine Einverständniserklärung ausgefüllt wurde, wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.



Spender, die sich bereits früher einmal registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen automatisch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.