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Stadtbücherei
In der Bücherei gibt es nicht nur Bücher

Gemeinsam schmökern sie durch die Regale der Stadtbücherei St. Ingbert: Leiterin Karin Mostashiri, Marika Flierl, Oberbürgermeister Hans Wagner und Andrea Kihm.
Gemeinsam schmökern sie durch die Regale der Stadtbücherei St. Ingbert: Leiterin Karin Mostashiri, Marika Flierl, Oberbürgermeister Hans Wagner und Andrea Kihm. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. „Bibliotheken sind die am stärksten besuchten Kultureinrichtungen in Deutschland“, weiß Karin Mostashiri, Leiterin der Stadtbücherei St. Ingbert. Von Selina Carolin Summer

Rund 60 000 Besucher pro Jahr kommen in die St. Ingberter Stadtbücherei. Immerhin stehen hier über 80 000 Medien parat, um ausgeliehen zu werden, aber das ist noch lange nicht alles. Erst vor zwei Wochen wurden die bestehenden Bildschirmarbeitsplätze neu ausgestattet. Drei nagelneue Computer stehen den Bürgern hier zur Verfügung, gemeinsam mit einem Drucker und einem Scanner. Neben der Möglichkeit das Internet zu nutzen, verfügen die Rechner über alle gängigen Officeanwendungen. Wer hierher kommt, lernt, recherchiert, schreibt Bewerbungen oder erledigt einfach Dinge aus dem Alltag: E-Mails beantworten, eine Reise buchen oder Rezepte ausdrucken.


Arbeitsplätze gibt es in der Stadtbücherei mehr als genug. Das nutzen auch die Schüler in letzter Zeit immer häufiger, berichtet Mostashiri. „Ich mag die angenehme, ruhige Atmosphäre hier“, sagt eine18-jährige Schülerin, die gerade ihre Tasche packt, um zum Bus zu gehen. Zum Lernen komme sie öfter hier her.

Aber auch wer einfach nur schmökern will, findet hier den geeigneten Platz. Das müssen nicht immer Bücher sein. Insgesamt 80 aktuelle Zeitschriften unterschiedlichster Themen stehen dem Besucher zur Verfügung: von Tageszeitungen bis hin zu Fachzeitschriften, die man bequem vor Ort lesen kann. Einen Büchereiausweis braucht man dafür nicht. Das gilt genauso für das Lesen von Büchern oder die Nutzung der Bildschirmarbeitsplätze. Die Mitgliedschaft ist nur erforderlich, wenn man etwas mitnehmen möchte. Hier stehen neben den verschiedenen Genres der Literatur zudem eine große Bandbreite an „Non-Book-Medien“ zur Auswahl. CD‘s und DVD‘s, Hörbücher und die „onleiheSaar“, über die man aus einem Verbund mehrerer Bibliotheken E-Books lesen kann.



Egal für welches Medium man sich interessiert, fündig wird man zwischen den vielen gefüllten Regalen mit Sicherheit immer. Für jede Altersklasse ist etwas dabei. Besonders viel Liebe steckt in der Leseecke für die Kleinsten. In freundlichem Grün gestrichene Wände und gemütliche Sitzsäcke laden zum Verweilen ein. Oder doch lieber eines der Piratenschiffe kapern, um dort in den Geschichten zwischen den Seiten zu versinken?

Besonders gut geht das auch bei den zahlreichen Veranstaltungen. Zum Beispiel das Bilderbuchkino und das Papiertheater Kamishibai. Aber auch ältere Leser kommen bei den zahlreichen Lesungen unterschiedlichster Autoren auf ihre Kosten. Von lokalen Schriftstellern bis hin in die Reihen aus den Nominierten für den Deutschen Buchpreis sind die unterschiedlichsten Autoren in St. Ingbert zu Gast.

Eine Bücherei ist eben doch mehr als Reihen voller Regale. Am Ball zu bleiben bei den vielen Digitalen Medien und Möglichkeiten ist wichtig. So werden schon jetzt Ideen für die Zukunft gefasst: Eine Spieleausleihe ist angedacht und auch über das Thema Gaming, also Spiele am Computer, wurde angeregt diskutiert.

Volle Kraft voraus ins nächste Abenteuer: Die Piratenecke für Kleine Bücherwürmer.
Volle Kraft voraus ins nächste Abenteuer: Die Piratenecke für Kleine Bücherwürmer. FOTO: Selina Summer