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St. Ingberter Schüler bekommen Anschlussbusse nicht

St. Ingbert. Viele Schüler, die in St. Ingbert weiterführende Bildungseinrichtungen besuchen, wohnen nicht in der Mittelstadt und sind auf Bus und Bahn angewiesen. Doch mit den Anschlussverbindungen klappt es längst nicht immer. Glück im Unglück hat dabei noch Eva Sophie Donner, Sechstklässlerin des Leibniz-Gymnasiums. Sie wohnt in St

St. Ingbert. Viele Schüler, die in St. Ingbert weiterführende Bildungseinrichtungen besuchen, wohnen nicht in der Mittelstadt und sind auf Bus und Bahn angewiesen. Doch mit den Anschlussverbindungen klappt es längst nicht immer. Glück im Unglück hat dabei noch Eva Sophie Donner, Sechstklässlerin des Leibniz-Gymnasiums.


Sie wohnt in St. Ingbert und kann auf ihrem Heimweg auch mal von ihren Eltern "eingesammelt" werden. Dennoch ärgern Familie Donner Verspätungen der Buslinie 160, die aus Dudweiler kommend nach der siebten Stunde die Schüler des Neubaus vom Leibniz-Gymnasium, die Schüler der Schmelzerwaldschule und des BBZ mit zum "Verteiler" Rendezvous-Platz nehmen. Dort sollte der Bus eigentlich um 14 Uhr ankommen, damit die Schüler ihren Bus nach Haus noch erreichen, doch daraus wird "regelmäßig nichts", wie Eva Sophies Mutter, Monika Kiefer, erzählt. Ihr Mann Martin Donner sagt: "Dadurch bekommen viele Kinder ihren Anschlussbus nicht. Es ist besonders ärgerlich, da sich die Busse nur um zwei bis drei Minuten verpassen. Die Kinder sehen dann oft noch die Rücklichter." Besonders Kinder, die weiter weg wohnen, müssten dann abgeholt werden. Die Familie von Eva Sophie Donner wandte sich an die Mitarbeiter der Mobilitätszentrale am Rendezvous-Platz. Dort hieß es, das Problem sei sehr wohl bekannt.

Markus Philipp, Mobilitätsberater im Saarpfalz-Kreis, erläutert auf Nachfrage der SZ, er sei selbst unglücklich mit der genannten Situation: "Seit einiger Zeit ist das nicht mehr unsere Linie, das heißt sie fällt nicht mehr in die Zuständigkeit der Saar-Pfalz-Bus. Wir informieren zwar noch über die betreffenden Linien, bearbeiten sie aber nicht mehr." Zuständig für Linie 160 ist nun Baron-Reisen aus Dorf im Warndt. Christian Zawer, ein Mitarbeiter des Unternehmens, kann den Unmut von Schülern und Eltern nachvollziehen. Aber er sagt: "Die Problematik liegt nicht bei uns. Wir bekommen von den Schulen die Unterrichtszeiten und sind zur genannten Zeit da. Wir müssen auch schauen, dass die Schüler eine Möglichkeit haben, an ihren Schulen den Bus zu erreichen." Eigentlich könne eine Lösung nur darin bestehen, dass die Anschlussbusse am Rendezvous-Platz warten.



Merkbarer Bustakt

Dass dies aber nicht geht, erklärt Markus Philipp so: "Gerade bei den Ingos kann man die Zeiten nicht verschieben, da wir einen für Fahrer und Kunden merkbaren Takt haben wollen. Würden wir den, gerade auf den Linien Richtung Rohrbach, ändern, passen woanders die Anschlüsse nicht mehr. Schließlich müssen wir auch garantieren, das die Ingo-Busse wieder pünktlich am Rendezvous-Platz zurück sind. Wir beobachten unsere eigenen Busse und warten im Einzelfall auch mal, aber gerade die Linie 160 wird nicht mit Anschluss gefahren." con

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Martin Donner aus St. Ingbert. Sie haben auch Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: per Sprachnachricht, SMS/Fax, MMS mit Foto an Tel. (06 81) 59 59 800, oder aber auch per E-Mails an leser-reporter@sol.de

Am Rendezvous-Platz gibt es Probleme mit Anschlussbussen im Schülerverkehr. Foto: Schetting
Am Rendezvous-Platz gibt es Probleme mit Anschlussbussen im Schülerverkehr. Foto: Schetting