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Handball
St. Ingberter Handballer atmen auf

St. Ingberts Michael Bauer zieht auf diesem Archivbild ab. Gegen Zweibrücken traf er gleich fünf Mal.
St. Ingberts Michael Bauer zieht auf diesem Archivbild ab. Gegen Zweibrücken traf er gleich fünf Mal. FOTO: Thomas Wieck / Wieck
St. Ingbert/Niederwürzbach. Der SGH gelingt mit dem Heimsieg über den SV 64 Zweibrücken II ein wichtiger Schritt Richtung Klassenverbleib. Von Mirko Reuther

Die SGH St. Ingbert ist in der Handball-Saarlandliga fast alle Abstiegssorgen los. Rein rechnerisch ist St. Ingbert sieben Spieltage vor Saisonende zwar noch nicht gerettet. Nach dem 28:23 (14:16)-Heimsieg gegen den SV 64 Zweibrücken II wird bei der SGH aber höchstwahrscheinlich nichts mehr anbrennen. Auch weil sich die HSG Völklingen in der Oberliga immer weiter von den Abstiegsrängen entfernt und aus der Saarlandliga deshalb wohl nur zwei Mannschaften den Gang in die Verbandsliga antreten müssen. In diesem Fall hätte St. Ingbert bereits neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.


„Angesichts unserer personellen Situation wäre ein Sieg gegen Zweibrücken eine Riesenüberraschung“, hatte SGH-Trainer Christoph Luck vor der Partie gegen den Tabellendritten noch pessimistische Töne angeschlagen. Und tatsächlich lief St. Ingbert ohne seinen erkrankten Toptorschützen Niklas Eberhard und den verletzten Linksaußen Ralf Wilhelm in der Ingobertushalle früh einem 2:6-Rückstand hinterher. Die SGH konnte sich aber noch während des ersten Durchgangs steigern. Rechtsaußen Domenic Theobald verkürzte den Rückstand eine halbe Minute vor der Pause auf 14:15. Mit der Halbzeitsirene erhöhte Zweibrückens Fabian Naumann wieder auf 16:14 für die Gäste.

Eine herausragende Abwehrleistung brachte die SGH nach dem Seitenwechsel auf die Siegerstraße. Im gesamten zweiten Durchgang kassierten die Gastgeber nur noch sieben Gegentore. In der 38. Minute glich Michael Bauer für die SGH zum 17:17 aus. Wenig später warf A-Jugendspieler Simon Scheller St. Ingbert mit 20:18 in Führung. Bis in die 48. Minute blieb die Partie umkämpft (22:20), danach zog die SGH über 24:21 auf 27:22 davon und feierte am Ende einen deutlichen Sieg. Und damit zwei Punkte, die wahrscheinlich den Klassenverbleib bedeuten.

Auch der TV Niederwürzbach hat am Wochenende einen Erfolg gefeiert. Niederwürzbach gewann am Sonntag auswärts bei der zweiten Mannschaft der HG Saarlouis mit 29:25 (15:13) und feierte seinen vierten Sieg in Folge. Die Mannschaft von Trainer Christian Schöller ist damit auf Rang drei geklettert und hat im Kampf um die Vizemeisterschaft weiterhin alle Chancen. In der Stadtgartenhalle hatte Niederwürzbach zunächst große Probleme mit Max Hartz. Der ehemalige Würzbacher, der nun für Saarlouis spielt, traf insgesamt elf Mal. Die Konsequenz: Der TVN lief nach 20 Minuten einem 8:12-Rückstand hinterher. Dann brannte Niederwürzbach aber ein Offensivfeuerwerk ab. Nach einem 7:1-Lauf in den letzten zehn Minuten vor der Pause übernahm der TVN die Führung. Nach der Pause geriet der Niederwürzbacher Sieg nie ernsthaft in Gefahr.

SGH-Tore: Dawid Biskup (8/2), Filip Dujcak (6/2), Michael Bauer (5), Simon Scheller, Johannes Beck, Domenic Theobald, Benjamin Sauder (je 2), Fabian Abel (1).
TVN-Tore: Max Bölke (8/4), Johannes Leffer (7), Fabian Germann (6), Nils Lauer (4), Thorsten Bas (2), Max Junius, Julian Ternette (je 1).