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St. Ingbert ist jetzt sauberer

St Ingbert. In der Innenstadt, in Oberwürzbach und in Rohrbach haben sich fleißige Helfer am Samstag an der Aktion „picobello“ beteiligt. Sie haben geholfen, dass es in ihrer Heimat wieder ein bisschen sauberer wird. Und so mancher Rinnstein wurde von Laubansammlungen befreit. Cornelia Jung

Wie überall in der Region fand in St. Ingbert die "Picobello-Aktion" statt. Für ein sauberes St. Ingbert setzen sich auch Stadt- und Ortsratsmitglieder ein.

So trafen sich auf Einladung von Ortsvorsteher Ulli Meyer acht "Saubermänner und -frauen" bereits um neun Uhr am Samstag an der Alten Kirche. Hauptakteure an diesem Morgen waren Schaufel, Besen, Greifer und blaue Müllsäcke. In der Fußgängerzone gab es nicht viel zu tun, doch bereits hinter der Kirche auf dem Spielplatz fanden die ersten Flaschen ihren Weg in den Müll.

Zwischen Rewe-Markt und dem Gebäude der Westpfälzischen Verlagsdruckerei musste nicht lange nach Weggeworfenem gesucht werden. Teile von Wohnungseinrichtungen, Tonträger, ein Schuh und "normaler Müll" ließen die Müllsäcke schwer werden. Und so mancher Rinnstein wurde ganz nebenbei von Laubansammlungen befreit. So wurde den Aufräumern trotz drei Grad Außentemperatur schnell warm.

30 große Säcke Müll



Auch in Oberwürzbach machten sich rund 40, vor allem junge Leute, auf den Weg und säuberten Waldwege, Straßenränder, Plätze und Anlagen in und um Oberwürzbach, Reichenbrunn und Rittersmühle. Wieder mit dabei waren junge Musikerinnen und Musiker der Orchestergemeinschaft "Musik verbindet", Mädchen der Jugendgarde des Karnevalvereins, betreut von Maren Hartz, und erstmals die Jungs und Mädels der Jugendfeuerwehr mit Jugendbetreuer Detlef Ferrang und Löschbezirksführer Thomas Hauck. Auch mit von der Partie waren die politischen Parteien im Ortsrat, ebenso Privatleute. "Unglaublich, was man alles in der Natur findet, was definitiv nicht dorthin gehört", stellte die Oberwürzbacher Ortsvorsteherin Lydia Schaar fest.

In Oberwürzbach wurden am Samstag rund 30 große Säcke Müll und einiges andere mehr gesammelt und entsorgt. Reifen, Felgen, Unmengen Flaschen, Bauschutt, Zaunteile - "es gibt kaum einen Gegenstand, der nicht von unverantwortlichen Mitmenschen in der Natur "entsorgt" wird", so Schaar weiter. "Tendenz steigend", wie die jugendlichen Musiker um Stefan Zintel und Jessica Usner im Naherholungsgebiet Laichweihertal feststellten, wo die eingesammelte Müllmenge deutlich höher lag als noch vor einem Jahr. Gelohnt hat sich der Frühjahrsputz schließlich und endlich nicht nur für die Natur .

Zwei Geldbeutel konnten, zwar stark lädiert vom langen Liegen im Freien, aber mit Geldinhalt an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Über die Umstände des Verlierens im Straßengraben wurde bei den Kindern und Jugendlichen äußerst phantasiereich bis hin zum "Tatort Fuhrweg" spekuliert. "Toll dass wieder so viele junge Leute bei "Oberwürzbach Picobello" mit dabei waren und sich für die Allgemeinheit und die Umwelt ehrenamtlich einbringen und Verantwortung tragen," freute sich die Ortsvorsteherin über die große Resonanz. Denn neben der Arbeit habe die Aktion auch Spaß gemacht, wie beim Abschluss im Bürgermeisteramt viele versicherten.

Jugendwehr war dabei

Auch in Rohrbach fand am Samstag eine Pisobello-Aktion statt. Der Ortsrat hatte Bürger und Vereine zum Mitmachen aufgerufen und viele machten tatsächlich mit. Ortsvorsteher Roland Weber begrüßte am Treffpunkt am Parkplatz an der Fischerhütte - Nähe Glashütter Weiher - neben den Ortsrats- und Stadtratsmitgliedern auch Pfarrer Marcin Brylka sowie viele Vereinsvertreter . Die Freiwillige Feuerwehr mit ihrer Jugendwehr stellte die stärkste Gruppe. Einsatzleiter Jörg Schuh teilte über 50 Teilnehmer in einzelne Gruppen ein. Ausgerüstet mit Handschuhen sowie mit blauen und schwarzen Abfallsäcken, wurden im Ort durch einzelne Gruppen Müll beseitigt.

Einsatzstellen waren der Aldi-Kreisel, der Parkplatz Umspannwerk, der Weg zum Obst- und Gartenbauverein sowie die Obere Kaiserstraße beidseitig bis St. Ingbert , rund um den Glashütter Weiher, das Einzugsgebiet der Edelweißhütte, der Kahlenberg, die Königswiesen, der Stegbruch, die Hasseler Straße ab Tunnel bis Kahlenbergparkplatz, Paralell- bis Pönsgen-Pfahler-Straße sowie die Obere Kaiserstraße ab Tankstelle Heim, die Auf- und Abfahrt der Autobahn bis hin zur Geistkirche. Pünktlich um 12.30 Uhr traf man sich wieder beim Ausgangspunkt zur Abgabe der eingesammelten Abfallsäcke und sonstigem Müll. Zum Abschluss gab es am Grillplatz der Edelweißhütte des Wanderclubs Edelweiß noch einen Umtrunk.