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Stadtart St. Ingbert
Elementarschäden: Schutz ist zu teuer

St. Ingbert. Bei der jüngsten Sonder-Sitzung des St. Ingberer Stadtrates kam es ebenfalls mit auf den Tisch: Das Thema „Abschluss einer Elementarschadenversicherung für städtische Liegenschaften“. Geprüft wurde diese Möglichkeit bereits 2010 seitens des Gebäudemanagements.

Angebote beim Sachversicherer wurden eingeholt und eine Anfrage zur Thematik an den Saarländischen Städte und Gemeindetag eingereicht. Der Saarländische Städte- und Gemeindetag befasste sich auf Wunsch der Stadt St. Ingbert im Februar 2011 noch einmal mit der Thematik.


Das Fazit dieser Prüfung bleibt heute wie damals ähnlich: Hohe Selbstbehalte und die Höhe der zu zahlenden Prämien waren früher die Hauptgründe, warum Kommunen solche Versicherungen nicht abschlossen. Seitdem haben sich die Prämien, Auflagen und Ausschlusskriterien um ein Vielfaches erhöht. Ein Mehr an Versicherungsschutz zu erkaufen, ist also mit Prämien in immenser Höhe verbunden.

Beim Starkregen im Juni sei St. Ingbert mit einem „blauen Auge“ davongekommen. Nur einzelne städtische Objekte nahmen Schaden. Der hielt sich zum Glück im überschaubaren Rahmen. Am schwersten betroffen waren das ehemalige WVD-Gebäude, Haus Uhl, ehemaliges LZB-Gebäude und das Rathaus. Bei allen stand aufgrund des Ansteigen des Rohrbachs Wasser in den Kellern. Der Serverraum im ehemaligen LZB-Gebäude ebenfalls. Die Brandschutzdämmung an den Serverschränken wurde zerstört, sodass die Schränke erneuert werden müssen. Der Heizungskeller des Rathauses wurde geflutet, einige Heizkörper in den oben genannten Gebäuden sind defekt. Der Wassereintritt im Archiv ist glimpflich ausgegangen.



Weitere Wassereintritte an verschiedenen Dächern sind ebenfalls aufgetreten, massive Schäden haben sie jedoch nicht hinterlassen. Die Aufnahme und Beseitigung dieser kleinen Schäden beansprucht die Verwaltung zusätzlich zum Tagesgeschäft und den derzeit laufenden Projekten.