| 20:10 Uhr

Innenstadtbebauung
Es geht um Starkregen-Management

St. Ingbert. Die Grünen in St. Ingbert sind für ein Grün- und Freiflächen-Konzept. Redaktion

Die aktuellen Diskussionen um die Bebauung von Frei- und Grünflächen in St. Ingbert zeigen nach Ansicht der Grünen, dass die Stadt neben der Überarbeitung des Flächennutzungsplanes und der Bebauungspläne ein Grün-  und Freiflächen-Konzept benötige, das die Aspekte des Klimawandels und des Starkregen-Managements berücksichtige.Die Grüne-Stadtratsfraktion fordere dies für die Stadt schon seit vielen Jahren, so der Grünen-Beigeordenete Adam Schmitt. St. Ingbert brauche dringend eine Überarbeitung des Flächennutzungsplans aus dem Jahr 1978 und eine Überarbeitung der Bebauungspläne. Denn die dort festgelegten Ziele und Inhalte der Stadtentwicklung seien nicht mehr zeitgemäß. Deshalb begrüße seine Fraktion die ersten Schritte der Bauverwaltung zur Überarbeitung des Flächennutzungsplans der Stadt. Die ersten Ergebnisse der Bestandsaufnahme zeigten, dass es einerseits einen großen Bestand an unbebauten Grundstücken gibt, andererseits aber auch viele leerstehende Häuser und Wohnungen. Für die Grünen hat dies Erschließung dieses Potentials Vorrang vor der Erschließung neuer Baugebiete auf Grün- und Brachflächen. Die Diskussionen um die Bebauung der Pfuhlwiese mit einem Lebensmittelmarkt, zeige für die Grünen den Bedarf an einem abgestimmten Freiflächen- und Grünflächenkonzept für die Stadt. Fraktionsvorsitzender Jürgen Berthold ergänzt: „Für die Grüne Ratsfraktion geht es darum, in einer öffentlichen Diskussion die Ziele der Stadtentwicklung für die nächsten Jahre zu konkretisieren, bevor mit Investoren über die Bebauung von Freiflächen in Wohngebieten verhandelt wir. Deshalb fordern wir ein aktuelles Entwicklungskonzept für Frei- und Grünflächen. Ein solches Konzept sollte auf den Bedarf von Familien und Senioren auf wohnungsnahe Bewegungs- , Begegnungs- und Erholungsflächen abgestimmt sein. Nur so können wir die Attraktivität der Stadt erhalten oder sogar verbessern.“ Schmitt und Berthold kündigten an, dass sie nach der Sommerpause das Thema auf die Tagesordnung des Stadtrates und der zuständigen Ausschüsse bringen werden.