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Konzept für Musikschule
SPD: Musikschule braucht hauptamtliche Leitung

St. Ingbert. Die Stadtratsfraktion will in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 6. Februar einen entsprechenden Antrag stellen. red

(red) Die SPD fordert, die Musikschule der Stadt St. Ingbert zu einem wesentlichen Faktor kommunaler Kulturarbeit zu entwickeln und auf eine personell sowie konzeptionell stabile Basis zu stellen. Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt deshalb die Ausschreibung einer halben Personalstelle für die hauptamtliche Leitung der städtischen Musikschule. Eine solche Stelle diene auch der allgemeinen musikkulturellen Beratung der Stadtverwaltung, heißt es in einer Pressemitteilung.



Außerdem soll die Verwaltung in der Sitzung des Stadtratsausschusses für Kultur, Soziales und Bildung am Dienstag, 6. Februar, beauftragt werden, mit fachlicher Unterstützung dieser Leitungsperson ein integratives Konzept zu entwickeln, das eine Kooperation mit den musikschaffenden Vereinen in allen Stadtteilen vorsieht. Die SPD empfehle einen Beitritt der Städtischen Musikschule zum Verband deutscher Musikschulen (VdM), Landesverband Saar.

Nach Fachgesprächen mit Experten aus den Bereichen Musikpädagogik und der Landesverwaltung stelle die SPD fest, wie sie in ihrem Antrag schreibt, dass bei einer Musikschule mit der in St. Ingbert gegebenen Größe sowohl unter pädagogischen als auch organisatorischen Aspekten eine ehrenamtliche Leitung weder angemessen noch zukunftsfähig ist. Eine hauptamtliche Leitung böte zudem den Vorteil, dass die Leitungsperson weisungsgebunden sei und sich über die Musikschule hinaus der Pflege der Musikkultur widmen könne. Bei der Kooperation mit den musikschaffenden Vereinen der Stadt St. Ingbert bestehe erheblicher Nachholbedarf – inbesondere hinsichtlich einer abgestimmten Nachwuchsarbeit. Aus Sicht der SPD-Stadtratsfraktion gilt es außerdem zu gewährleisten, dass die Standards für die Landesförderung (derzeit 20 000 Euro) weiterhin erfüllt werden.