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Weideprojekt Elsterstein
SPD fordert, Umzäunung wieder abzubauen

Einer der Gründe für die Debatte um das Beweidungsprojekt im Elstersteinpark: die festen Zäune für die Ziegen.
Einer der Gründe für die Debatte um das Beweidungsprojekt im Elstersteinpark: die festen Zäune für die Ziegen. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Weil der Ortsrat keinen Beschluss für diese Umzäunung gefasst hat, sei sie illegal.

Die SPD-Ortsratsfraktion fordert, die errichteten Zäune um die Weideflächen im Elstersteinpark teilweise zurückzubauen. Dies teilte Siegried Thiel, Ortsrats-Fraktionsvorsitzender der SPD gestern mit. Die hierfür verwendeten knapp 30 000 Euro solle die Stadtverwaltung außerdem über ihre Eigenschadenversicherung geltend machen. Denn, so Thiel, die Einzäunung des letzten Abschnittes sei illegal. Hierfür notwendige Beschlüsse des Ortsrates wären nicht erfolgt, hatte er und seine Fraktion in einer Pressemitteilung erklärt.


Grundsätzlich sei die SPD der Auffassung, „dass eine Beweidungsfläche in ihrer jetzigen Größe dem Charakter eines Bürgerparks zuwiderläuft. Bevor weitere Einzelmaßnahmen erfolgen, sollte dem Ortsrat eine Gesamtplanung für das Projekt ‚Bürgerpark Elsterstein’ zur Entscheidung vorgelegt werden“, fügt Fraktionsmitglied Klaus Becker an.

Die SPD verwendet bewusst den Begriff „Bürgerpark Elsterstein“. Schließlich ging und geht es ja darum den Park – in seiner ursprünglichen Struktur – für die Bürger zugänglich zu machen. Gleichzeitig war aber klar, dass es auch ein Beweidungsprojekt wird, das sicher nicht auf zwei oder drei Jahre, sondern langfristig angelegt ist. Bodo Marschall hat es vor vier Jahren als „Dekadenprojekt“ bezeichnet.



Der Ortsrat war zwar nach seinem einstimmigen Beschluss im September 2014 mit der Konkretisierung der Gestaltung des Projekts nicht befasst, wurde aber regelmäßig darüber informiert.

Wie aus der Recherchemöglichkeit, dem Ratsinformationssystem der Stadt St. Ingbert hervorgeht. In diversen Vorlagen für Orts- und Stadtratssitzungen sind Unterstand oder feste Bezäunung für die Ziegen ein Thema. Ebenso wie die An liegen der Anwohner. Des Weiteren stand Hans-Werner Krick in Ortsratssitzungen und bei Ortsterminen immer wieder Rede und Antwort, hat sich immer bemüht, einvernehmliche Lösungen mit Anwohnern und Betroffenen zu finden.

Nach Angaben der Stadtverwaltung belaufen sich die Kosten für den Zaun auf etwa 4600 Euro. Für die Arbeiten, die die Stadtverwaltung in Eigenleistung durch den Baubetriebshof ausgeführt hat, wurden etwas mehr als 24 000 Euro verrechnet.