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Austausch
Ein Austausch auf vielen Ebenen

Schüler des Leibniz-Gymnasiums und aus Spanien wurden mit ihren Lehrern von Oberbürgermeister Hans Wagner im Rathaus empfangen.
Schüler des Leibniz-Gymnasiums und aus Spanien wurden mit ihren Lehrern von Oberbürgermeister Hans Wagner im Rathaus empfangen. FOTO: Selina Summer
St. Ingbert. Spanisch gehört am Leibniz-Gymnasium zu den Wahlfächern. Wer sich in der siebten Klasse für den sprachlichen Zweig entscheidet, lernt also vier Stunden pro Woche eine weitere Weltsprache. „In über 20 Ländern der Welt wird spanisch gesprochen“, erklärt Lehrer Matthias Brost. Von Selina Carolin Summer

Seit elf Jahren gehört dazu der regelmäßige Austausch mit einer Partnerschule aus Palencia. Die mittelgroße Stadt liegt in Kastilien, etwa 260 Kilometer nördlich von Madrid.


Derzeit sind 16 Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren bei den Zehntklässlern und Oberstufenschülern des Leibniz-Gymnasiums zu Gast. Zum ersten Mal nehmen Spanier an dem Austausch teil, die als Fremdsprache Französisch gewählt haben. Begleitet werden sie von ihren Lehrerinnen Rosa Anton (Deutsch) und Angela Medina (Französisch). Neben dem Besuch der Saarschleife und einer Alpaka-Wanderung im Almet in St. Arnual, führt die Schüler deshalb auch einer der Ausflüge ins französische Straßburg.

Nach den ersten Kennenlern-Spielen und sportlichen Aktivitäten am Ankunftstag, ließen Gastgeber und Gäste den Mittag bei einem Picknick auf dem Schulhof ausklingen. Gestern stand der Empfang bei Oberbürgermeister Hans Wagner an. Gemeinsam mit den Lehrern und ihren Austauschpartnern statteten die spanischen Schüler dem Rathaus einen Besuch ab.



„Ich freue mich, dass dieser Aktion fortgesetzt wird“, sagte Wagner in seiner Rede. „Es ist wichtig, über Grenzen hinaus Verbindungen schaffen und kulturellen Autausch stattfinden zu lassen.“ Sein Wunsch an die Schüler, viel Spaß zu haben und angeregte Gespräche zu führen, setzten sie gleich beim anschließenden Umtrunk um. Auf drei Sprachen wurde miteinander gescherzt, aber auch ernste Themen diskutiert. So ging es auch um die politische Situationen und den Arbeitsmarkt in beiden Ländern.

Bis zum 26. September werden die Gäste in St. Ingbert bleiben. Über die Woche verteilt erwarteten die Schüler verschiedenste Aufgaben, deren Ergebnisse sie zum Ende der Woche in binationalen Gruppen präsentieren. Wie etwa ein selbst gedrehtes Video, das Vorspielen einer Szene aus dem Alltag oder die Erstellung einer Collage, welche die kulturellen Unterschiede verdeutlichen soll. Sich auszutauschen steht im Mittelpunkt. Der Gegenbesuch in Palencia ist für kommenden April geplant.