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Kolumne Unsere Woche
Sommer, Sonne, Stadtfeste

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Fast jedes Wochenende steht irgendwo eins an. Ob St. Inbgert, Ommersheim, Oberwürzbach oder Rentrisch, Stadt- und Dorffeste bestimmen die Wochenend-Agenda in den Sommermonaten. Von Nina Drokur

Seit 41 Jahren wird immer am ersten Juliwochenende in St. Ingbert gefeiert. Dort haben wir uns am vergangenen Wochenende umgehört. „Es gibt häufig Stände, die dasselbe anbieten und sich mit den Preisen gegenseitig unterbieten“, kritisierte ein Besucher. Das kann auch an professionellen Standbetreibern liegen. Eigentlich wurde immer viel Wert darauf gelegt, den Fokus auf St. Ingberter Vereine zu legen, die auch für Abwechslung sorgen können. Das ist wichtig, damit sich das Stadtfest St. Ingbert eben auch vom Stadtfest Musterstadt unterscheidet. Aber bei schwindenden Mitgliedszahlen und steigenden Standpreisen können viele Vereine zwei Tage Fest nicht mehr stemmen. Auch für die Veranstalter werden solche Feste immer komplizierter. Höhere Sicherheitsauflagen: Sicherheitskonzepte, Evakuierungspläne und Fluchtwege, die entsprechend beschildert sein müssen. Und den Brandschutz nicht vergessen. Ein weiterer Kostenfresser: Gema-Gebühren. Was für ein enormer Organisationsaufwand hinter zwei Tagen Feierei steckt. Und gerade weil von allen Seiten so viel gefordert ist, schnellt sicherlich die eine oder andere Augenbraue nach oben beim Gedanken daran, dass Rentrisch und Oberwürzbach am selben Wochenende feiern. Die Frage, ob sich die benachbarten Gemeinden damit Besucher klauen, stellt sich zwangsläufig.


Nichtsdestotrotz sind Stadtfeste nach wie vor Besuchermagnete und Highlights in der Sommerzeit. Solche Traditionen sind wichtig. Gerade das Ingobertusfest geht mit großen Schritten auf ein halbes Jahrhundert zu. Manche Bekannte trifft man nur ein Mal im Jahr, nämlich dann, wenn man ihnen zufällig auf dem Stadtfest über den Weg läuft. Für die Partnerstädte und Vereine ist es eine Plattform sich zu präsentieren und auch junge Bands haben hier die Chance neue Fans zu gewinnen und zu wachsen. Und für die gab es in unserer Umfrage das meiste Lob.