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Postleitzahlen
Seit 25 Jahren gilt die fünfstellige Postleitzahl

St. Ingbert. Die fünfstellige Postleitzahl (PLZ) wird am 1. Juli genau 25 Jahre alt. Die Wiedervereinigung Deutschlands war nach Angaben der Deutschen Post der Startschuss für die Neustrukturierung des Postleitzahlensystems. red

Über 800 Städte in Ost und West hatten die gleiche Postleitzahl. So wurde von 1990 bis 1993 jeweils ein „W“ für West-Deutschland und ein „O“ für Ost-Deutschland vor die PLZ gesetzt. Die neue PLZ setzt sich folgendermaßen zusammen: Anhand der ersten beiden Ziffern des neuen Systems ist die Zielregion einzuordnen, diese ist heute gleichzusetzen mit dem jeweiligen Briefzentrum einer Region. Die letzten drei Ziffern stellen verschlüsselt Straßen- und Postfachangaben, Großkundenadressen sowie Packstationen dar. So wurde aus W-6670 St. Ingbert ab dem 1. Juli die PLZ 66386. Zurzeit sind in Deutschland laut Post 28 278 verschiedene Postleitzahlen vergeben, davon 8181 für Orte, 16 137 für Postfächer, 3095 für Großkunden und 865 als Aktions-PLZ. Die PLZ ist der Code, um eine Sendung zielgerecht zu erhalten. Durch die Einführung der fünfstelligen PLZ wurde laut Post die Qualität des Brief- und Paketversands gesteigert. Derzeit würden über 93 Prozent aller Briefsendungen einen Tag nach der rechtzeitigen Einlieferung am nächsten Tag zugestellt, („E+1“ = Einlieferungstag plus ein Tag). Im Internet unter www.postdirekt.de/plzserver finden sich alle deutschen Postleitzahlen.