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Trinkwasser in St. Ingbert
Sechs Millionen Euro flossen ins Versorgungsnetz

Stadtwerke-Chef Hubert Wagner kostet „sein“ Wasser.
Stadtwerke-Chef Hubert Wagner kostet „sein“ Wasser. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Wie essentiell sauberes Trinkwasser für uns Menschen ist, sieht man immer dann deutlich, wenn die Qualität des Wassers durch ungewollte Beimengungen leidet und es nicht mehr uneingeschränkt aus dem Hahn genossen werden kann. Die Diskussion um die eventuelle Beeinflussung der Wasserqualität durch den Anstieg von Grubenwasser und um das Recht auf Trinkwasser durch dessen drohende Privatisierung in einigen Ländern rückt dieses wertvolle Gut wieder mehr in den Fokus. Von Cornelia Jung

Wie essentiell sauberes Trinkwasser für uns Menschen ist, sieht man immer dann deutlich, wenn die Qualität des Wassers durch ungewollte Beimengungen leidet und es nicht mehr uneingeschränkt aus dem Hahn genossen werden kann. Die Diskussion um die eventuelle Beeinflussung der Wasserqualität durch den Anstieg von Grubenwasser und um das Recht auf Trinkwasser durch dessen drohende Privatisierung in einigen Ländern rückt dieses wertvolle Gut wieder mehr in den Fokus.


Für die Deutschen ist es selbstverständlich, ihr Nass direkt aus der Leitung trinken zu können. Dessen stetige Verfügbarkeit ist so selbstverständlich, dass wir mit diesem wertvollen Lebensmittel zum Teil verschwenderisch umgehen und damit im Sommer sogar den Rasen versorgen. Auch, dass die meisten unserer Toiletten mit Trinkwasser gespült werden, verwundert nicht nur Gäste aus Fernost, wo man das Wasser in Flaschen im Supermarkt kauft, weil eben nur dieses genießbar ist.

Auch in Deutschland bedarf es einer regelmäßigen Überwachung und Pflege der Wasserwerke und Leitungen, um die Sauberkeit zu garantieren. 2017 investierten die Stadtwerke St. Ingbert insgesamt über sechs Millionen Euro in den langfristigen Substanzerhalt der Versorgungsanlagen und Leitungsnetze und damit in sichere, unterbrechungsfreie Versorgung.



Legionellen in abgestandenen Wasser, Blei in einer Lebacher Kita und immer zeitweise Bakterien im Ommersheimer Trinkwasser sind Meldungen, die Verbraucher verunsichern. Seit einigen Jahren sind bei Trinkwasserleitungen Komponenten aus Blei oder unbeschichteten (schwarzen) Stahlrohren nicht mehr zugelassen Bei weichem Wasser wie dem St.Ingberter sollten auch keine verzinkten Stahlrohre mehr eingebaut werden. Hier sind Leitungen aus nicht-rostendem Stahl, Kunststoff- oder Mehrschichtrohre vorzuziehen.

Ein Dokumentarfilm hatte Verbraucher verunsichert mit der Behauptung, Aluminiumverbindungen könnten Auslöser für Krebs oder Alzheimer sein. Auch wenn dies nicht bewiesen ist, ist es beruhigend zu wissen, dass zur Reinigung des St. Ingberter Wassers weder solche Stoffe, Chlor oder andere mögliche Desinfektionsverfahren eingesetzt werden. Das Trinkwasser ist sogar zur Zubereitung von Babynahrung geeignet. Auch für die Haltung von Fischen in Aquarien kann es uneingeschränkt empfohlen werden.