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Schutz und Nutzung im Einklang

Der Würzbacher Weiher steht Erholungssuchenden in vielfältiger Weise zur Verfügung. Hier ist der saarpfälzische Landrat Theophil Gallo bei seiner „Jungfernfahrt“ mit dem Floß zu sehen. Foto: Wolfgang Henn
Der Würzbacher Weiher steht Erholungssuchenden in vielfältiger Weise zur Verfügung. Hier ist der saarpfälzische Landrat Theophil Gallo bei seiner „Jungfernfahrt“ mit dem Floß zu sehen. Foto: Wolfgang Henn FOTO: Wolfgang Henn
Blieskastel/St Ingbert. Der Würzbacher Weiher soll ökologisch aufgewertet werden, gleichzeitig soll weiter eine Nutzung als Erholungsort, zur Fischerei und als Tourismusmagnet möglich sein. Das sieht die Kooperationsvereinbarung der Städte St. Ingbert und Blieskastel vor. Joachim Schickert

Die Mittelstadt St. Ingbert und die Stadt Blieskastel haben eine Kooperationsvereinbarung über die Erarbeitung eines Gewässerentwicklungs- und Unterhaltungsplanes (GEP) zum nachhaltigen Schutz des Würzbacher Weihers geschlossen. Fördermittel kommen vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz .


Der Würzbacher Weiher, herrlich in einer idyllischen Landschaft gelegen, steht Erholungssuchenden in vielfältiger Art und Weise zur Verfügung. Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger nutzen das weit verzweigte Wegenetz um den Weiher, Urlauber mit Wohnmobil sorgen für einen touristischen Effekt, Angelsportfreunde kommen auf ihre Kosten, Natur- und Tierliebhaber erfreuen sich in jedem Frühjahr an den ständig wiederkehrenden brütenden Schwänen. "All das bedeutet aber für den Würzbacher Weiher auch einen immensen Nutzungsdruck. Unterhaltungsmaßnahmen in den letzten Jahren, von Fachleuten kontrovers bewertet, sorgten in Teilbereichen lediglich für zeitweise Veränderungen des Gesamtbildes. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie ermöglicht es der Stadt Blieskastel, jetzt eine grundlegende Konzeption zu erstellen", heißt es aus dem Blieskasteler Rathaus. Zum einen solle die Nutzung der Weiheranlage zu Zwecken der Erholung, der Fischerei und des Tourismus gewährleistet bleiben und neben dem Gewässerentwicklungs- und Pflegeplan ein Tourismuskonzept entwickelt, zum anderen eine mögliche ökologische Aufwertung des Würzbacher Weihers erreicht werden.

Ziel sei es, den Plan so aufzustellen, dass nachhaltiger Schutz des Gewässers und der Natur im Einvernehmen mit dem Tourismus gewährleistet wird. Entsprechend den Vereinbarungen in dem Spitzengespräch mit dem Minister für Umwelt und Verbraucherschutz , Reinhold Jost , im März diesen Jahres wurde auf Initiative von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener eine Kooperationsvereinbarung über die Erarbeitung eines Gewässerentwicklungs- und Unterhaltungsplanes zwischen der Mittelstadt St. Ingbert und der Stadt Blieskastel geschlossen. Mit einem gemeinsamen Antrag zur Erarbeitung des entsprechenden GEP solle eine nachhaltige Verbesserung für den Würzbacher Weiher erreicht werden.



Die Kooperation umfasse in St. Ingbert die Leistungsbereiche Würzbach in der Gemarkung Oberwürzbach, sowie den Stockweiherbach und einen Teilbereich des Frohnsbaches, jeweils in der Gemarkung Hassel. In Blieskastel beinhalte sie in der Gemarkung Niederwürzbach einen Teilbereich des Frohnsbaches, den Würzbacher Weiher sowie den Unterlauf des Würzbaches. Die Kooperationsvereinbarung sei zunächst bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Vom Minister für Umwelt und Verbraucherschutz , Reinhold Jost , seien bis zu 95 Prozent Fördermittel in Aussicht gestellt worden.

St. Ingberts OB Hans Wagner, Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Umweltminister Reinhold Jost (v. l.) mit der Kooperationsvereinbarung. Foto: Monika Gummel
St. Ingberts OB Hans Wagner, Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und Umweltminister Reinhold Jost (v. l.) mit der Kooperationsvereinbarung. Foto: Monika Gummel FOTO: Monika Gummel