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Schulbusbegleitung in Blieskastel steht auf der Kippe

Blieskastel. Die Schulbusbegleitung in Blieskastel ist ins Wanken geraten. Es ist nicht einmal sicher, ob sie noch bis Ende des Schuljahres geleistet werden kann, nachdem die Finanzierung auf Bundesebene gekappt worden ist. bea

CDU und Bündnisgrüne im Blieskasteler Stadtrat setzen sich für den Erhalt der Schulbusbegleiter für Grundschulen ein. Denn ab dem kommenden Schuljahr 2014/2015 liefen die Arbeitsmarktprojekte "Bürgerarbeit" und "1-Euro-Jobs" des Bundes aus. Der Saarpfalz-Kreis führe mit seiner Beschäftigungsgesellschaft die Schulbusbegleitung in Blieskastel durch. Wenn sich keine Folgelösung finde, könne der Kreis die Schulbusbegleitung einstellen. Auf Initiative der Koalition solle das Thema auf die Tagesordnung im nächsten Ausschuss für Bürgerdienste. Auch Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener spreche sich für den Erhalt der Schulbusbegleiter aus.

CDU und Grüne erinnern in einer Presseerklärung daran, dass das Land bei der Grundschulstrukturreform vor einigen Jahren einen sicheren Schulweg versprochen hat, was durch Busbegleiter unterstützt werde. "Diese Verantwortung darf das Land nicht auf die Kommunen abwälzen", sagen CDU und Grüne, die eine Petition an das saarländische Bildungsministerium organisieren wollen. Sofern sich keine Verlängerung der "Bürgerarbeit" oder eine andere Förderungsmöglichkeit auf Bundesebene finden lasse, müsse das Land für die Finanzierung sorgen. Notfalls werde die Stadt ab dem kommenden Schuljahr selbst in die Bresche springen, so CDU und Grüne. Aufgrund der Haushaltslage sei dies aber sehr schwierig.

Suche nach Folgeförderung

Die Koalitionsfraktionen im Stadtrat appellieren an die Kreisverwaltung, nochmals intensiv nach einer Folgeförderung für die Schulbusbegleiter zu suchen. Darüber hinaus sehen sie den Kreis auch kurzfristig gefordert, um die Busbegleitung bis zum Schuljahresende sicherzustellen. Denn in Einzelfällen könnten Busbegleiter bereits vor Schuljahresende abgezogen werden.

Zum Thema Schulbusbegleiter hat sich auch die SPD Niederwürzbach geäußert. Wie Orts- und Stadtratsmitglied Petra Linz mitteilt, sei es besser, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit. Die Schulelternvertretung der Grundschule Würzbacher Weiher und Dependance Aßweiler habe in einem Schreiben an das Bildungsministerium des Saarlandes die Aufgaben und das Engagement der Busbegleiter und die Vorteile für die Grundschüler und deren Eltern detailliert aufgezeigt. "Einfach Kinder ab der ersten Klasse in den Bus zu setzen ohne weitere Hilfestellung und Unterstützung, halten wir für nicht ausreichend. Die Schulbusbegleiter sind nicht nur eine große Hilfe während der Busfahrten, sie engagieren sich auch darüber hinaus", so Linz. Die Begleiter stellten eine große Unterstützung und Beruhigung für die Eltern dar. Die SPD-Fraktion Niederwürzbach habe sowohl Landrat Clemens Lindemann als auch den Landtagsabgeordneten Stefan Pauluhn, Fraktionsvorsitzender der SPD, aufgefordert, sich für eine Anschluss- oder Neuregelung der Schulbusbegleitung einzusetzen und bis dahin die Kosten dafür zu übernehmen.

Kinder nicht alleine lassen

Es dürfe nicht sein, dass aus Beitragszahlern Beihilfeempfänger werden, und "alle Worte über die Wichtigkeit unserer Kinder für die Zukunft nur Worthülsen sind, sie jedoch, wenn es um ihr körperliches und seelisches Wohl geht, alleine gelassen werden". Lindemann und Pauluhn hätten ihre Unterstützung zugesagt.