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Evangelische Kantorei
Romantik von Mendelssohn bis Dvorák

Die Evangelische Kantorei St. Ingbert unter der Leitung von Carina Brunk plant für 2018 fünf Konzerte.
Die Evangelische Kantorei St. Ingbert unter der Leitung von Carina Brunk plant für 2018 fünf Konzerte. FOTO: Jörg Martin
St. Ingbert. Der St. Ingberter Förderverein für Kirchenmusik hat sein neues Jahresprogramm für das laufende Jahr vorgestellt. red

Der Förderverein für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche und an der Christuskirche St. Ingbert hat sein neues Jahresprogramm für 2018 vorgestellt. In fünf Konzerten sollen Kirchen- und Kammermusik, überwiegend aus der romantischen Epoche, das kulturell-religiöse Leben der Stadt St. Ingbert bereichern.


Der Konzertreigen startet am 15. April, 17 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche mit Antonín Dvoráks romantischer Messe in D-Dur. In Deutschland wurde die Messe etwa durch den Orgelbegleitsatz des St. Ingberter Kantors Alois Maria Müller populär. Die Evangelische Kantorei St. Ingbert singt das Werk unter Leitung von Carina Brunk, erstmals mit Begleitung durch ein Bläserquintett, welches das Programm mit dem „Quintett für Bläser“ op. 79 von August Klughardt anreichert. Auszüge aus der Messe singt die Kantorei auch zwei Wochen später in einem Konzert in der Stiftskirche St. Arnual.

Kammermusik vom Feinsten hat in der Christuskirche gute Tradition. Hier gibt am 13. Mai, 17 Uhr, das Schweizer Trio Fontane (Noelle Grüebler, Violine, Jonas Kreienbühl, Violoncello, und Andrea Wiesli, Klavier), verstärkt durch Mirjam Tschopp (Viola), eine „Musikalische Audienz im Bann von Johannes Brahms“ mit Klavierquartetten von Richard Strauss und Heinrich von Herzogenberg. Richard Strauss‘ Klavierquartett c-moll op. 13 war ein Frühwerk und erhielt 1885 den ersten Preis im Kompositionswettbewerb des Berliner Tonkünstlervereins und wurde in Meiningen uraufgeführt. Strauss widmete es seinem damaligen Arbeitgeber, dem Meininger Theaterherzog Georg II. Das Klavierquartett B-Dur op. 95 des Brahms-Freundes Heinrich von Herzogenberg ist ein Spätwerk aus dem Jahr 1895. Das Konzert wird am 20. Mai 2018 im Marmorsaal des Meininger Schlosses Elisabethenburg wiederholt.



Im Gedenken an den symbolträchtigen Unionszug zur Stiftskirche Kaiserslautern am 2. August 1818, der die Gründung der Evangelischen Kirche der Pfalz vor 200 Jahren einläutete, findet in der Christuskirche am 5. August, 11 Uhr, eine Matinée mit Anne Kathrin Gratz (Sopran), Noelle Grüebler (Violine), Jessica Weißenauer (Querflöte) und Christoph Jakobi (Orgel) statt, die Werke aus Barock bis Romantik in unterschiedlichen Besetzungen spielen. Dabei kommt auch die neue Truhenorgel der Christuskirche zum Einsatz.

Am 9. September, 18 Uhr, präsentieren Helmut Haag und das Collegium Instrumentale in der Christuskirche ein klassisch und jazzig geprägtes „Sommerserenade“-Programm mit dem bekannten Geiger Wolfgang Mertes als Solist, der bereits vor 2 Jahren in der Christuskirche mit dem gleichen Orchester musizierte. Neben Werken von Mozart und Joseph Martin Kraus, dem „schwedischen Mozart“, wird ein Jazz-Violinkonzert für E-Geige von Achim P. Schneider aufgeführt, das dieser Wolfgang Mertes gewidmet hat.

Zum Abschluss der Konzertreihe singt die Evangelische Kantorei in ökumenischer Chorgemeinschaft mit dem Chor St. Hildegard/St. Josef Felix Mendelssohns 1845/46 komponiertes, großes romantisches Oratorium „Elias“, begleitet von einem Orchester aus Musikern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Dirigenten des zweiteiligen Werks sind Carina Brunk und Christian von Blohn. Die Aufführung findet am 17. November um 19 Uhr in der Katholischen Kirche St. Hildegard in St. Ingbert statt.