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Rohrbacher rätseln: Sahara-Sand oder doch ein Wetterphänomen?

Die vermeintliche Staubwolke über Rohrbach. Foto: Hartwig Asbrock
Die vermeintliche Staubwolke über Rohrbach. Foto: Hartwig Asbrock FOTO: Hartwig Asbrock
Rohrbach. SZ-Leser Hartwig Asbrock hat über Rohrbach eine erstaunliche Beobachtung gemacht: Eine gelbe Wolke zog über seinem Kopf hinweg. Handelt es sich hierbei um Sahara-Sand? Wohl eher nicht, vermutet Wetter-Experte Lars Kirchhübel. pam

Eine Staubwolke vermutete unser Leser Hartwig Asbrock in einem eigenartigen Wetterphänomen, das er am Samstag, 1. Februar, beobachtet hatte. Rot-rostbraun beschrieb er es, womöglich Sand aus der Sahara? Etwa 15 Minuten muss es angedauert haben, "so schnell wie die Wolke gekommen war, war sie auch wieder verschwunden", schreibt er in einer E-Mail an uns. Die Beobachtung machte er in Rohrbach-Nord in der Otto-Hahn-Straße mit Blick Richtung Süd-West. Kurz darauf begann es für wenige Minuten leicht zu regnen. Der Sache auf den Grund ging Diplom-Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst. Anhand des Fotos unseres Lesers schließt er eine Staub- oder Sandwolke eher aus.

"Würde es sich um Sand oder Staub handeln, würde man keine Lichtbrechung beobachten. In diesem Fall würden die Lichtstrahlen am Sand- oder Staubkorn lediglich gestreut oder teilweise auch absorbiert, sodass sich eine diffuse Strahlung einstellen würde", erklärt Kirchhübel. Als wesentlich wahrscheinlicher erachtet er folgendes: "Legt man physikalische Informationen zu Grunde, zeigt dieses Bild eher kleine Wassertröpfchen, die aus einer Wolke herausfallen, jedoch nicht bis zum Boden kommen, da sie vorher verdunsten. Jedoch reicht die zurückgelegte Strecke aus, um Licht zu streuen und auch zu brechen. Insbesondere bei einer tief stehenden Sonne treten orange oder rötliche Farben auf. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Rayleigh-Streuung." Ein ähnliches Phänomen ist Abendrot und Morgenröte.

Kirchhübel: "Die verschiedenen Farben des Lichts werden je nach zurückgelegter Entfernung durch den Wasserdampf in der Luft unterschiedlich stark gestreut. Da Blau stark gestreut wird, bleiben bei einer langen Entfernung der Sonnenstrahlen lediglich die orangen oder rötlichen Anteile übrig. Umso steiler die Sonne steigt, umso größere Anteile anderer Farben werden hinzu gemischt. Am Tag überwiegen dann die Blautöne, also das typische Himmelblau."