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Rodungen in St. Ingbert
Rodungen im Naturschutzgebiet

St. Ingbert/Rohrbach. Standortfremde Bäume werden aus der Talaue des Rohrbachs entfernt. red

Die Talaue des Rohrbachs zwischen St. Ingbert und Rohrbach steht seit 1990 unter Naturschutz. Schutzzweck ist die Erhaltung, Förderung und Entwicklung der Lebensgemeinschaften der Feucht- und Nasswiesen, die einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten einen geeigneten Lebensraum bieten. In den letzten Jahren ist die Talaue jedoch stark mit Gebüschen und Bäumen zugewachsen und viele Arten, wie zum Beispiel die Wiesenbrüter Braunkehlchen oder Wiesenpieper, haben ihren Lebensraum verloren. Deshalb sollen bis Ende Februar die standortfremden Bäume und Gebüsche, insbesondere die invasive Baumart Späte Traubenkirsche, gerodet werden, um die Talaue langfristig offen zu halten. Die Flächen werden seit 2016 im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Stadt St. Ingbert, dem Naturschutzbund (Nabu) St. Ingbert, der Familie Sander und der Naturlandstiftung Saar beweidet.


Die Grenzen des Naturschutzgebietes ergeben sich aus Paragraf 2 der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Im Glashüttental/Rohrbachtal“ vom 5.11.1990, geändert am 27.11.1996 (Amtsblatt des Saarlandes). Die geplanten Pflegemaßnahmen dienen den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Die Naturschutzgebietsverordnung kann beim Saarpfalz-Kreis und der Stadt St. Ingbert eingesehen werden. Betroffene Eigentümer oder Nutzungsberechtigte, die Einwendungen gegen die Rodungs-Arbeiten haben sollten, können diese nach Angaben der Stadtverwaltung binnen acht Tagen an die Naturlandstiftung Saar, Feldmannstraße 85, 66119 Saarbrücken, Tel.: (0681) 954 150 richten.