| 13:42 Uhr

Umbau in Kita
Richtfest an Rentrischs Kinderparadies

Die kleinen Bewohner der künftigen Kita, die früher mal Rentrischs Schule war, hatten sich zum Richtfest als Bauarbeiter verkleidet. Rechts Kita-Leiterin Tina Okuesa.
Die kleinen Bewohner der künftigen Kita, die früher mal Rentrischs Schule war, hatten sich zum Richtfest als Bauarbeiter verkleidet. Rechts Kita-Leiterin Tina Okuesa. FOTO: Cornelia JUng / Cornelia Jung
Rentrisch. An der ehemaligen Schule, die zur Kita umgebaut wird, wurde Richtfest gefeiert. Platzzahl wird mehr als verdoppelt.

Auch wenn es am vergangenen Freitagmittag geregnet hatte, war es für die Gäste an der Schule in Rentrisch, die zum neuen Kindergarten umgebaut wird, ein schöner Tag. Denn es wurde Richtfest gefeiert, zu dem Architekt Christoph Gabrovsek eingeladen hatte. Im Dezember 2017 hatten die ersten Baumaßnahmen in der ehemaligen „Grundschule am Stiefel“ stattgefunden. Richtig los ging es mit den Arbeiten dann nach dem Auszug der Hochbegabtenschule zu Beginn der Sommerferien.


Größte äußerlich sichtbare Veränderung zum Originalbau sind die Feuertreppe und die abgerissene Pausenhalle, die künftig als Mensa dienen soll. Zum Fest waren auch die späteren „Bewohner“ aus der benachbarten Kita gekommen, die im September 2019 zum Umzug nur über den Schulhof müssen. Sie sangen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen vor allem den Handwerkern ein Ständchen. „Wer will fleißige Handwerker seh‘n, der muss hier nach Rentrisch geh‘n“, hieß es da und „rar, ran, ran, der Architekt, der macht den Plan perfekt“. Dem sprach die Kita-Leiterin Tina Okuesa, natürlich neben den vielen Handwerkern, ein besonderes Lob aus: „Es ist sehr wertvoll, wenn man als Kita so einen Architekten hat, der für unsere Vorstellungen und Wünsche kämpft. Das ist eine super Voraussetzung dafür, dass es ein Kinderparadies wird.“ Er sei für Kinder, Eltern und Erzieherinnen ein „Glücksfall“.

Oberbürgermeister Hans Wagner war froh zu hören, dass alles so reibungslos läuft, denn „wir müssen im kommenden Jahr in St. Ingbert 126 zusätzliche Kita-Plätze vorhalten“. In Rentrisch könne man dann zumindest schon mal einen Teil der Kinder unterbringen. Bisher gibt es in der dortigen Kita sieben Krippen- und 34 Kindergartenplätze, am Ende der Baumaßnahme wird Raum für zusätzliche 20 Krippen- und 29 Kindergartenkinder sein. Künftig wird es jeweils zwei Krippen- und Kindergartengruppen geben und eine gemischte. Es spielten laut Stadtverwaltung mehrere Faktoren eine Rolle, wegen derer sich der Umbau der Schule zur Kita angeboten habe. Da sei zum einen die gestiegene Nachfrage nach Krippen- und Tagesplätzen gewesen, zum anderen hätte das Gebäude der jetzigen Kita sowieso renoviert werden müssen.



Was aus dieser wird, wenn sie leergezogen ist, steht noch nicht fest. Der Ortsrat wünscht sich die Räumlichkeiten als „Haus der Vereine“. Wie der Ortsvorsteher im Gespräch mit unserer Zeitung beim Richtfest sagte, brauche man so etwas in dem Ortsteil dringend. „Mit dem Umbau der Schule fallen uns Versammlungs- und Lagermöglichkeiten für unsere Vereine weg. Eine Ortsverwaltungsstelle haben wir auch nicht mehr. Da könnte die Kita eine Lösung sein“, so Dieter Schörkl. Aber zuerst muss der Umbau der alten Schule zur Kita erfolgt sein. Schon jetzt wünschte Sebastian Pohl von der Firma Kempf Holzbau den Kindern mit seinem Richtspruch alles Gute im neuen Heim: „Den Kinder werde Glück und Heil mit den Bauherrn stets zuteil. Gesundheit, Heiterkeit und Frieden sei ihnen immerdar beschieden.“

Und wenn beim weiteren Bau alle Rädchen so ineinander greifen, wie gewünscht, dann können die Kinder in neun Monaten sehen, ob sich die für sie wichtigste Textzeile des von ihnen vorgetragenen Handwerkerliedes erfüllte: „Staun, staun, staun, die neue Kita wird ein Traum.“