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Reichenbrunner Ehepaar sucht Ideen für Platz-Gestaltung

Die Reichenbrunner Christine und Alois Legrum haben vor einem halben Jahr eine Aktion gestartet, bei der die Bürger des Oberwürzbacher Ortsteils ihre Meinung kundtun sollten zu der Frage, was aus dem Platz am Kriegerdenkmal werden soll, wenn der kranke Mammutbaum gefällt ist. Die in Umlauf gebrachten Ringbücher sind nicht zurückgekommen. Das Ehepaar versucht jetzt mit einer Postkartenaktion das Interesse auf den zentralen Platz zu lenken.

Reichenbrunn. Drei Ringbücher haben Christine und Alois Legrum in ihrem Wohnort Reichenbrunn vor über einem halben Jahr rundgeschickt, um darin Anregungenen und Ideen zu sammeln zu einer Sache, die ihrer Meinung nach für den Oberwürzbacher Ortsteil von Bedeutung ist (wir berichteten). Der große Mammutbaum in der Ortsmitte am Kriegerdenkmal ist krank und muss nach Auskunft der Stadtverwaltung in absehbarer Zeit weichen. Wie der zentrale Ort ohne den Riesenbaum gestaltet werden kann, wollen die Legrums nicht unbedingt der Stadtverwaltung überlassen. Das Ringbuch war ein erster Anlauf, auf privater Basis so etwas wie einen Bürgerwillen zu erfragen. Aber die Hefte, berichtet Alois Legrum jetzt auf Nachfrage der SZ, seien zwischenzeitlich verschollen: "Ich weiß von Reichenbrunnern, die dort eingetragen haben. Die Ringbücher sind nicht mehr zu uns zurückgekommen." Daraufhin haben die Legrums vor etwa zwei Monaten eine Postkarten-Aktion gestartet. Sie fragen darauf, was an der Abzweigung Würzbachstraße/Hochscheidstraße entstehen soll, wenn der Mammutbaum gefallen ist. Aber auch, was die Reichenbrunner denn mit dem Holz tun würden. Auch diese Aktion hat bislang keine überragende Resonanz gefunden. Von 130 Karten seien sieben im Briefkasten des Absenders gelandet. Aufgeben wollen die beiden das Ganze aber immer noch nicht. Alois Legrum: "Ich habe mit Leuten Gespräche geführt, die waren hochinteressant. Bei vielen ist es einfach ein zeitliches Problem, sich mit der Sache auseinanderzusetzen." Womöglich, räumt er aber auch ein, sei vielleicht eines der Bücher zweckentfremdet worden. Wie dem auch sei, das Ehepaar will sich weiter um den zentralen Platz und seine Zukunft kümmern. Sie hoffen auf Rücklauf der Karten und vielleicht ja auch der Ringbücher.Christine Legrum hatte im Herbst vergangenen Jahres bereits ihre favorisierte Lösung für die Zeit nach dem Mammutbaum geäußert: Ginge es nach ihr, würde eine Linde an dem Ort gepflanzt. Ihr Mann machte sich für einen Nussbaum stark. Ob neuer Baum oder ganz etwas anderes, die Legrums haben sich den Gedanken einer breiten Diskussion im Ort noch nicht aus dem Kopf geschlagen.mbe