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Kinowerkstatt
Letzte Metro fährt in der Kinowerkstatt

Der französische Filmstar Catherine Deneuve spielte eine Hauptrolle in Truffauts Kult-Film „Die letzte Metro“.
Der französische Filmstar Catherine Deneuve spielte eine Hauptrolle in Truffauts Kult-Film „Die letzte Metro“. FOTO: dpa / Gregor Fischer
Homburg/St. Ingbert. Truffauts Klassiker mit Depardieu und Deneuve wird am Sonntag, 11. November, in französischer Sprache laufen. red

„Wackersdorf“ (BRD 2018) ist kein Dokumentarfilm, sondern ein spannender Spielfilm, der als Lehrstück die Ereignisse von damals nachspielt, als der Schwandorfer Landrat Hans Schuierer (SPD) gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf und die bayerische Regierung kämpft. Zu sehen in der Kinowerkstatt St. Ingbert noch einmal am Freitag,  9. November, um 20 Uhr, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis auf dem Filmfest München. Am zweiten Sonntag im Monat, Sonntag, 11. November, um 11 Uhr heißt es wieder „Jour fixe des Films in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln.“ Auf dem Programm diesmal: „Die letzte Metro“ / „Le dernier métro“ (1980) von François Truffaut, mit Catherine Deneuve, Heinz Bennent, Gérard Depardieu. Während der deutschen Besetzung von Paris wird im Theater „Montmartre“ ein neues Stück geprobt. Da der Leiter Lucas Steiner, ein deutscher Jude, sich im Keller versteckt halten muss, versucht seine Frau Marion, die Gefahren der politischen Lage und menschliche Komplikationen zu meistern und das Theater weiterzuführen. Bernard Granger, ein Frauenheld und bekannter Schauspieler, bekommt neben Marion die zweite Hauptrolle in dem neuen Theaterstück Steiners.


Zudem ist er Mitglied der Résistance, die durch gezielte Anschläge den Deutschen schaden will. Lucas Steiner kann durch seinen Verbleib im Keller des Theaters nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen. Über das Radio und Zeitungen bekommt er mit, wie auch französische Antisemiten gegen den Einfluss der Juden auf die Kultur Frankreichs hetzen. Seine einzige Verbindung zur Außenwelt ist seine Frau Marion sowie ein kleiner Lüftungsschacht, durch den er das Geschehen auf der Bühne verfolgt...

Der Titel „Die letzte Metro“ bezieht sich auf die Ausgangssperre während der Besatzung, die die Franzosen dazu zwingt, spätestens bis zur letzten fahrenden U-Bahn ihre Arbeiten erledigt zu haben, um nicht gegen die Ausgangssperre zu verstoßen. Dieser Film wird am Montag,  12. November, um 18 Uhr wiederholt.



„Die Bücherdiebin“ (Deutschland, USA 2013) Regie: Brian Percival mit Sophie Nélisse, Geoffrey Rush, Emily Watson, Ben Schnetzer, Nico Liersch, Ben Becker, Heike Makatsch u.a. ist die Verfilmung von Markus Zusaks gleichnamigen Roman: Eine berührende Geschichte über Menschlichkeit in den grausamen Zeiten des Zweiten Weltkrieges, zu sehen am  Sonntag,  11. November, um 20 Uhr. Der Film spielt zur Zeit der Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, auch Reichspogromnacht genannt, vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Liesel Meminger (Sophie Nélisse) ist ein mutiges Mädchen. Während des Zweiten Weltkriegs trennen sich ihre Eltern und sie wird bei Pflegeeltern untergebracht. Dort trifft sie Max, einen jüdischen Flüchtling, der bei der Pflegefamilie Schutz findet. Max hilft Liesel beim Lesen lernen und für die Leseratten werden Bücher zur einzigen Möglichkeit, den schrecklichen Ereignissen, die um sie herum geschehen, zu entkommen. Bald geht ihnen jedoch der Stoff aus, und so beginnt Liesel, Bücher zu stehlen, die eigentlich verbrannt werden sollen.

Eintritt frei heißt es zu einer kostenlosen Vorführung des Films „Count-Down am Xingu V“ (deutsche Version) am Montag, 12 November um 20 Uhr in die Kinowerkstatt in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Saarpfalz, Stadt St. Ingbert, Weltladen St. Ingbert und dem Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland. Im Film geht es um den Bau des sehr umstrittenen Staudamms Belo Monte am Amazonasfluss Xingu. Der Staudamm ist der drittgrößte der Welt und das größte Bauprojekt Brasiliens, über 10 Milliarden Euro schwer. Doch Korruptionsskandale, Umweltzerstörung, der Staudammwahn multinationaler Konzerne und massive Rechteverletzungen an der indigenen Bevölkerung zeichnen dieses Megaprojekt aus. Auch europäische Weltfirmen wollen kräftig mitverdienen.

Die dokumentarische Langzeitbeobachtung von Regisseur Martin Kessler bietet einen Einblick in den facettenreichen Konflikt um Großstaudämme im Amazonasgebiet – und zeigt globale Zusammenhänge auf. Anschließend diskutiert der Eine Welt-Regionalpromotor Saar Ost, Axel Stirn, mit dem Publikum in der Kinowerkstatt.