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Kinowerkstatt
Als Wackersdorf den Widerstand weckte

Eine Szene aus dem spannenden Spielfilm „Wackersdorf“, der ab Freitag in der Kinowerkstatt läuft.
Eine Szene aus dem spannenden Spielfilm „Wackersdorf“, der ab Freitag in der Kinowerkstatt läuft. FOTO: Verleiher / Diverse
St. Ingbert. Die Kinowerkstatt in St. Ingbert blickt mit dem Spielfilm „Wackersdorf“ ab Freitag zurück in die Zeit der Atomkraftgegner der 1980er Jahre. red

Ein Film, der zeigt, wie wirtschaftliche Interessen die Politik bestimmen, ist „Wackersdorf“ (BRD 2018) – kein Dokumentarfilm, sondern ein spannender Spielfilm, der die Ereignisse von damals nachspielt, ein Film von Oliver Haffner aus dem Jahr 2018 mit Johannes Zeiler in der Rolle des Schwandorfer Landrats Hans Schuierer, der gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf kämpft. Zu sehen am Freitag, 2. November, am Samstag, 3. November, jeweils um 20 Uhr und am Montag, 5. November, um 18 Uhr. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis auf dem Filmfest München.


Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß- Regierung an.

„Wackersdorf“ ist ein packendes Polit-Drama über die Hintergründe, die zu dem legendären Protest gegen den Bau der Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in der Oberpfalz führten. Johannes Zeiler spielt den Lokalpolitiker Hans Schuierer, der seine Karriere und seine Zukunft aufs Spiel setzte, weil er kompromisslos für Recht und Gerechtigkeit kämpfte. An Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf gedreht, verfolgt der Film die Geburtsstunde der zivilen Widerstandsbewegung in der BRD. Ein Plädoyer für demokratische Werte und Bürgerengagement, heute so aktuell wie damals.



Am Sonntag, 4. November, um 20 Uhr und am Montag, 5. November, um 20 Uhr läuft weiter „Jackie“ (Chile/Frankreich/USA 2016), der Film über die Präsidenten-Gattin Jackie Kennedy.