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Hautkrebs-Prävention
 Prävention  gegen Hautkrebs in der Kita

 Hautkrebs-Prävention in der Hasseler Kita Herz Jesu: Kitakinder, Krippenkinder, Erzieherinnen und Frau Sonne (in Gelb mit Sonnenblume).
Hautkrebs-Prävention in der Hasseler Kita Herz Jesu: Kitakinder, Krippenkinder, Erzieherinnen und Frau Sonne (in Gelb mit Sonnenblume). FOTO: Christa Strobel
Hassel. „Gesunder Sonnenspaß für Kinder“ heißt das Projekt, an dem die Kita Herz Jesu Hassel teilnahm. Ziel ist, schon früh dem Hautkrebs vorzubeugen.  red

(red) Unter dem Motto „Gesunder Sonnenspaß für Kinder“ nahm die Kita Herz Jesu Hassel an einem Projekt der Saarländischen Krebsgesellschaft teil, das zum Ziel hat, schon früh dem Hautkrebs vorzubeugen. Veronika Schomas, von den Kindern Frau Sonne genannt, leitete das Projekt. Zunächst wurden Eltern und Erzieherinnen informiert und neben Leiterin Nina Rambaud erklärte sich als Sonnenschutzbeauftragte Nina Feist bereit. „Es ist wichtig, dass man schon früh anfängt und den Kindern spielerisch verdeutlicht, warum und wann sie sich vor Sonne mit Sonnencreme und Sonnenhut schützen sollen. Es ist auch wichtig, dass das Eincremen zum täglichen Ritual bei entsprechendem Wetter wird, das steigert den Lerneffekt“. Mit Hilfe einer Puppe, die verwandelbar war und verschiedene Kopfbedeckungen und Kleidung trug, einmal Lisa, dann Seppl oder Lucie hieß, begeisterte Frau Sonne die Kinder in der Kita, vom Krippenkind bis zum Vorschulkind. Der pädagogische Ansatz gelang. Am Eingang der Kita hatte Nina Feist jeden Tag den UV-Index ausgehängt. So wussten die Kleinen, welcher Schutz angebracht war. Sie nahmen jeden Tag ihre eigene Sonnencreme mit, natürlich auch ihre Kopfbedeckung, cremten sich mit Hilfe der Erzieherinnen ein, wenn sie draußen spielten, halfen sogar den Krippenkindern und erinnerten daran, wenn jemand sich nicht eingecremt hatte. Die Kinder überprüften auch, ob die Erzieherinnen ihren Sonnenhut trugen und eingecremt waren, wenn nicht, gab es eine Ermahnung; hier kam den Kindergärtnerinnen eine Vorbildfunktion zu. Nun kam Frau Sonne wieder, um zu überprüfen, ob die Kinder und ihre Kita das Zertifikat für „aktive Bemühungen im Sonnenschutz“ bekommen können. Fragen waren: Wann darf ich nur im Schatten spielen und wann soll ich zwischen 11 und 16 Uhr nicht in die Sonne gehen? Wann muss ich mich eincremen und welche Kopfbedeckung hilft mir? Dazu gehörte auch das Verhalten im Urlaub am Strand. Auf dem Tisch der Frau Sonne waren Sonnencremes, Sonnenbrille und verschiedene Kopfbedeckungen ausgebreitet, mit deren Hilfe sie zeigte, wie man Augen, Kopf und Haut vor schädlichen Sonnenstrahlen schützt. Mit Bravour und Begeisterung bestanden die Kinder ihre Prüfung, antworteten sogar, wenn die Frage noch nicht richtig ausgesprochen war. Deshalb bekam die Kita das Zertifikat „Sonnengeschützter Kindergarten“.


Wie geht es weiter? Diese Prävention wird wiederholt werden, es findet dann die Rezertifizierung statt. Es geht Schomas um den Gewöhnungseffekt, der für die Kleinen in dem Alter zum richtigen Wahrnehmen, Lernen und Merken beiträgt. Sie betonte, dass die Krebsgesellschaft mit dieser Maßnahme das Hautkrebsrisiko mindern möchte.