| 21:11 Uhr

Arbeitsmarkt
Positive Entwicklung am Arbeitsmarkt

St. Ingbert /Bliestal. Die Arbeitslosen-Zahlen sind im Saarpfalz-Kreis im Juni weiter gesunken. Noch gibt es Ausbildungsstellen. red

(red) Gut aufgestellt präsentiert sich zurzeit der Arbeitsmarkt im Saarpfalz-Kreis: Im Juni hat sich die Zahl der Arbeitslosen weiter verringert. Es waren kreisweit 3770 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, acht weniger als im Mai und 206 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Im Bereich der Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel und die drei Bliestal-Gemeinden) gab es 2726 Arbeitslose (minus 188 zum Vorjahr) bei einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent. Die Geschäftsstelle St. Ingbert meldet 1044 Arbeitslose (minus 18 zum Vorjahr) bei einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent. Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 81 auf 7199 gesunken.


„Dass die Chancen auf dem heimischen Arbeitsmarkt gut sind, zeigen die stabilen Stellenmeldungen der Betriebe und die bereits seit zwei Jahren rückläufigen Juni-Arbeitslosenzahlen“, betont Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Juni etwas abgeschwächt. So haben die Unternehmen der Region rund 350 Stellen zur Besetzung gemeldet, 14 weniger als im Mai. Seit Jahresbeginn wurden 2260 Stellen gemeldet, 86 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Stellenbestand blieb mit 1389 Jobangeboten sehr hoch (plus 19,9 Prozent zum Vorjahr) und zeugt davon, dass viele Betriebe Probleme haben, ihren Bedarf an Fachkräften zeitnah zu decken. Die überwiegende Zahl der Jobangebote war in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe und im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich gemeldet.

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 832 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 39 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 524 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 21 weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im Juni waren noch 365 Stellen unbesetzt und 168 Jugendliche unversorgt. Am häufigsten werden im Saarpfalz-Kreis Auszubildende für folgende Berufe gesucht: Handelsfachwirt/in (27), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (22), Verkäufer/in (22), Kaufmann/-frau – Büromanagement (18), Anlagenmechaniker – Sanitär-/Heizungs-/-Klimatechnik (13), Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik (10), Koch/Köchin (9), Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (9), Maschinen- und Anlagenführer/in (8), Hotelfachmann/-frau (8). „Unser Hauptaugenmerk gilt derzeit dem Ausbildungsmarkt. Aktuell sind noch viele offene Ausbildungsstellen zu besetzen, was eine Herausforderung im Hinblick auf rückläufige Bewerberzahlen ist“, betont Haßdenteufel. „Dabei bietet der Ausbildungsmarkt noch viele ungenutzte Potenziale. Oft entsprechen diese jungen Leute jedoch nicht dem Idealbild, das Unternehmen von ihren Nachwuchskräften haben– sei es, dass sie nur einen mäßigen Schulabschluss vorweisen können, Lücken in ihrem Lebenslauf haben oder sie die Sprache unzureichend beherrschen, weil sie noch nicht lange in Deutschland leben.“



Hier seien die Arbeitgeber gefragt, mit gezielter Förderung durch die Arbeitsagentur auch auf den ersten Blick schwächeren Ausbildungssuchenden eine Chance zu eröffnen.