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Spendenübergabe
Polizeieinsatz unterstützt Hilfsbedürftige

Die Polizisten Torsten Towae und Ralph Herrmann übergaben den Erlös des Hoffestes der Polizeiinspektion an Caritas-Einrichtungsleiter Andreas Heinz (Mitte von rechts), der sich mit seinen Kollegen freute.
Die Polizisten Torsten Towae und Ralph Herrmann übergaben den Erlös des Hoffestes der Polizeiinspektion an Caritas-Einrichtungsleiter Andreas Heinz (Mitte von rechts), der sich mit seinen Kollegen freute.
St. Ingbert. Der Erlös des Hoffestes der Polizeiinspektion wurde jetzt an das Caritas-Zentrum Saarpfalz übergeben. Von Cornelia Jung

Die Hoffeste der St. Ingberter Polizeiinspektion im August haben schon Tradition. Und auch, dass ihr Erlös immer einem guten Zweck in der Stadt zugeführt wird. So war das auch mit den Geldern, die im vergangenen Jahr bei der 15. Veranstaltung dieser Art zusammen kamen. Getränke- und Speisenverkauf brachten damals 700 Euro, die am Dienstag der Caritas übergeben wurden.


Einrichtungsleiter Andreas Heinz freute sich sehr über diese Finanzspritze, denn es gebe auch in St. Ingbert das zunehmende Problem der Obdachlosigkeit. Vor kurzem habe eine im achten Monat schwangere Frau untergebracht werden müssen, weil sich weder Stadt noch Kreis zuständig gefühlt hätten. „Für solche Fälle, die auch kurzfristig Hilfe brauchen, können wir diese Spenden nutzen. Deshalb freuen wir uns sehr darüber“, so Heinz.

Man habe bei der Caritas ein Nothilfe-Etat, wenn bei einem Kunden kurzfristig eine Waschmaschine oder ein Kühlschrank gebraucht werde. „Wir unterstützen viele unterschiedliche Altersgruppen. Aber immer trifft eine Notsituation auch Kinder. Im Winter gibt es Leute, die sich die Heizkosten nicht leisten können. Wir sind mit den unterschiedlichsten Problemstellungen konfrontiert“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Jennifer Leidel, „die Leute können von Hartz IV nichts ansparen, so dass wir froh sein können, dass wir diese Nothilfe zur Überbrückung haben.“ Und Mathias Schappert vom „Treff em Gässje“ weiß von Senioren, denen es nicht möglich ist, aus eigenen Mitteln eine Brille oder den Zahnersatz zu finanzieren.



Die beiden Polizisten Ralph Herrmann und Torsten Towae, die das Geld überbrachten, wollen es den Caritas-Mitarbeitern überlassen, wofür sie die Spende einsetzen, denn diese seien näher dran und wüssten, wo es gut angelegt ist. Als die beiden Polizisten hörten, wie viel Hilfe gebraucht wird, hätten sie die Schecksumme am liebsten noch ergänzt. „Die Summe ist nicht entscheidend. Es ist einfach eine schöne Geste“, so Andreas Heinz. Und für manche ihrer Kunden würden 700 Euro „eine ganze Welt“ bedeuten, sagt Mathias Schappert.

Einrichtungsleiter Heinz freut sich über diese Spende auch deshalb besonders, weil es ihm zeige, wie nah sich Polizei und Wohlfahrtsverband stünden, auch was die regelmäßige Kommunikation in der Stadt und die Klientel betreffe. Schaffe es die Caritas mit ihrer präventiven Arbeit, in verschiedenen Situationen deeskalierend zu wirken, brauche man auch die Polizei nicht zu involvieren. Andererseits sei diese durch die ideale Lage der Dienststelle in der Stadt auch schnell vor Ort, wenn sie gebraucht werde. Heinz schätzt die kurzen Wege und dass man sich kennt.

Die Polizisten bedauerten es, dass in diesem Jahr aus personellen Gründen kein Hoffest durchgeführt werden konnte. Doch im nächsten Jahr soll es wieder eins geben, auch um wieder Geld für einen anderen guten Zweck zu sammeln.