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Ehrung durch Bistum Speyer
Speyerer Bischof würdigt Engagement mit Pirminius-Plakette

Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer mit der Pirminius-Plakette ausgezeichnet. Mit dabei: Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (vorne in der Mitte) und Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Zweite von rechts).
Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer mit der Pirminius-Plakette ausgezeichnet. Mit dabei: Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert (vorne in der Mitte) und Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Zweite von rechts). FOTO: Klaus Landry
St. Ingbert/Speyer. Schwester Birgit und Susanne Geisinger für kirchliches und karitatives Engagement geehrt red

Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat 17 Frauen und Männern aus der Diözese Speyer für ihr kirchliches und karitatives Engagement die Pirminius-Plakette, die höchste Auszeichnung der Diözese, verliehen. Benannt ist die bischöfliche Ehrenplakette nach dem heiligen Abtbischof Pirminius, der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Die Ehrung erfolgt im Anschluss an das Pontifikalamt zum 957. Jahrestag der Domweihe (siehe Seite C6).


In seiner Laudatio würdigte Bischof Wiesemann die vielfältigen und langjährigen Dienste, die die Geehrten ehrenamtlich neben der Familie, dem Beruf und anderen Verpflichtungen für die Kirche, für ihre Pfarrgemeinde erbracht haben. Sie seien wichtige Säulen ihrer jeweiligen Pfarrei. Nicht immer sei dieser Dienst offensichtlich. Mit der Pirminius-Plakette solle auch der treue Dienst im Hintergrund geehrt werden. So erhielten die heute Geehrten die Plakette auch stellvertretend für die Vielen, die in der Diözese im Stillen und Verborgenen wirken.

„Mit Papst Franziskus möchte ich sagen, dass Sie als Ehrenamtliche eine der ‚wertvollsten Realitäten der Kirche‘ sind. Sie sind nicht einfach Lückenfüller dort, wo Hauptamtliche fehlen oder die Arbeit nicht leisten können, sondern Sie haben als Getaufte und Gefirmte Anteil am Aufbau des Gottesreiches, jeder nach seinen Möglichkeiten und seinem Temperament“, so der Bischof. „Gerade Sie können glaubhaft Zeugnis für die befreiende Kraft des Evangeliums geben, gerade jetzt, wo die Amtskirche auf allen Ebenen der Hierarchie eine Krise der Glaubwürdigkeit erlebt. Wir sollen darüber nicht vergessen, wieviel Gutes von Menschen getan wird. Wir werden immer darauf angewiesen sein, dass Menschen sich engagieren. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“



Unter den Geehrten sind auch zwei Frauen aus unserer Region: So wurde das besondere Engagement von Susanne Geisinger aus Niederwürzbach (Pfarrei Heilige Familie Blieskastel) gewürdigt, das neben der Gremienarbeit und der Aktivität in vielen Ausschüssen den Pfadfindern und der Organisation um das „Licht von Bethlehem“ gilt. Schwester Birgit Stibig aus St. Ingbert war bis zu ihrem Ausscheiden 2001 50 Jahre lang die Leiterin des Kindergartens in der Pfarrei Herz Mariae. Bis heute kümmert sich die 82-Jährige dort um das Stadtranderholungsheim der Pfarrei, das Schwesternhaus sowie unter anderem um den Blumenschmuck.