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Pilgerwanderung
Pfarrer Ripplinger begibt sich auf Pilger-Tour

Die Pilgergruppe um Pfarrer Werner Ripplinger (Mitte, sitzend) auf ihrer letzten Etappe.
Die Pilgergruppe um Pfarrer Werner Ripplinger (Mitte, sitzend) auf ihrer letzten Etappe. FOTO: Marion Kerkhoff
St. Ingbert/Bliestal. Am letzten Samtag im August steht die siebte Etappe der Pilgerwanderungen in der Pfalz an. red

Die siebte Etappe der Pilgerwanderungen in der Pfalz mit Pfarrer Werner Ripplinger findet am Samstag, 25. August, statt. Sie führt über 19,4 Kilometer von Braunweiler nach Stromberg. Am Morgen beginnt der Weg an der Kirche St. Josef in Braunweiler, wo sich eine Meditationstafel zum Thema „Der Eifer Gottes“ befindet (Tafel 44). An Feld und Wald vorbei führt der Weg dann zunächst ins vier Kilometer entfernte und höher gelegene Dalberg. Am Waldrand steht „Kebers Kreuz“ für den Beginn der Wallfahrt, die traditionell zu Fuß in den Wallfahrtsort Spabrücken führt. Hier läutet die Hildegardtafel zu „Hildegards Marienlieder“ (Tafel 45) sozusagen auch das besondere Thema des Pilgerganges ein, nämlich die Beschäftigung mit der unter Katholiken als „Gottesmutter“ verehrten Maria. Dieser ist auch die „Mariensäule“ von 1726 gewidmet, die sich am Fuße der Dalburg befindet. Bevor es hoch zur Dalburg und dann weiter zum Wallfahrtsort Spabrücken geht, gibt es für hungrige Wanderer die Gelegenheit zur Einkehr in der Gaststätte „Zum St. Hubertus“. Und dann findet sich im Ort Dalburg an der Kapelle St. Leonard eine weitere Meditationstafel auf dem Hildegardweg (Tafel 46: „Die dreifache Mauer“) Auch in der Ruine der 1150, also noch zu Hildegards Lebzeiten errichteten Dalburg, deren Eigentümer der Prinz zu Salm-Salm ist, findet sich eine Kapelle und eine weitere Meditationstafel des Hildegardweges (Tafel 47: „Die Säule der wahren Dreieinigkeit“). Von der Dalburg führt dann ein 1,8 Kilometer langer Weg endlich in den Wallfahrtsort Spabrücken und damit auch zur berühmten „schwarzen Madonna vom Soon“. Die Geschichte der Wallfahrt wird auf Tafel 48 erzählt.


Die Klosterkirche „Maria Himmelfahrt“ wurde von den Franziskanern im Zuge der Gegenreformation in den Jahren 1721-32 erbaut. Aber schon lange bevor die Franziskaner nach Spabrücken kamen, bestand in Spabrücken (Name „Spachenbrücke“, die in der Ortsmitte über ein Rinnsal führte) die Wallfahrt, deren erstes Zeugnis auf das Jahr 1338 zurückgeht. Auch das „Gnadenbild“, das aus Lindenholz und 90 Zentimeter hoch ist, stammt wahrscheinlich aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde auch in Hildegards Rupertsberger Kloster ein Gnadenbild Marias verehrt.

Für den Hildegardweg findet sich hier an der Kirche noch eine Meditationtafel (Tafel 49 „Die Säule der Menschheit des Erlösers“). Zur weiteren Beschäftigung mit Maria lädt dann schließlich auch der liebevoll von Ortsansässigen gestaltete „Drei-Madonnen-Weg“ ein, der hier bei der Schwarzen Madonna von Spabrücken anfängt und von den Initiatoren mit dem Thema „Glaube“ verbunden wird. Der Hildegardweg folgt diesem Weg.



Die zweite Station des „Drei-Madonnen-Weges“ ist die sogenannte Eremitage, die sich mitsamt eines Kreuzweges auf dem Weg nach Schöneberg mitten im Wald befindet. Die zweite Madonna wird hier mit dem Thema „Liebe“ verbunden.

An der Eremitage findet sich auch eine weitere Meditationstafel auf dem Hildegardweg (Tafel 50 „Der Turm der Kirche“). Der Weg nach Schöneberg führt über offenes Land und so ist die neuromanische Kirche schon von Weitem sichtbar. Dort in der katholischen „Kirche zur Kreuzauffindung“ (Baujahr 1895) findet sich tatsächlich eine Überraschung, nämlich eine Fotokopie der sogenannten „Madonna von Stalingrad“. Wie dieses Bild in die Pfarrkirche von Schöneberg gekommen und als dritte Madonna auf dem Weg mit dem Thema „Hoffnung“ verbunden ist, hat eine besondere Geschichte, die auf einer Infotafel erzählt wird. An der Kirche in Schöneberg gibt es auch eine Meditationstafel (Tafel 51 „Der Menschensohn“). Von Schöneberg geht der Weg dann weiter durch den Wald ins Wohn- und Freizeitdorf Schindeldorf. Zufällig und vielleicht nicht ganz unpassend steht hier eine Informationstafel zu Hildegards Werk über die Tugenden und die Laster (Tafel 52 „Liber Vitae Meritorum“). Von Schindeldorf ist schließlich der Weg durch den Wald nach Stromberg nicht mehr lang.

Anmeldungen bei Werner Ripplinger unter Tel. (0 68 94) 3 75 02.