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Perspektiven für Benin
Licht für das ganze Dorf Kikélé

St. Ingbert. „Perspektiven für Benin“: Eine St. Ingberter Firma spendet 240 Solarkits. Der Conatiner ist bereits unterwegs. red

. Als der Verein „Perspektiven für Benin“ in St. Ingbert die Einladung zu einem Gespräch mit dem St. Ingberter Unternehmen C.M.C. – Creative Marketing&Consulting GmbH erhielt und die Geschäftsführer Karl Peter und Steffen Uhle das Angebot machten, 240 Solarmodule für alle Einzelhäuser des Dorfes Kikélé zu spenden, war die Freude groß. Nicht nur beim Vorstand des Vereins, sondern auch bei dessen Partnerorganisation W.E ONG im westafrikanischen Benin.


Bis heute konnte „Perspektiven für Benin“ schon den Menschen der 56 Häusergruppen des Dorfes (je 30 bis 50 Personen), den Schulen und der Gesundheitsstation mittels stärkerer Paneele nun auch ab 18.30 Uhr „Licht in ihr Leben“ bringen. „Mit dieser Riesenspende der Firma C.M.C. erhalten nun alle verbleibenden Häuser in Kikélé selbst, seinem Ortsteil Lokpa sowie die Kleinbauernhöfe um Kikélé kostenloses Licht und Strom zum Aufladen von Handys erhalten“, freuen sich die Verantwortlichen des St. Ingberter Vereins und der W.E ONG. Alle Einwohner von Kikélé könnten so auch abends Arbeiten verrichten, die Kinder für die Schule lernen, spielen, die Jugend und die Erwachsenen sich treffen. Unfassbar für sie alle, denn noch vor gut einem Jahr herrschte wie in allen ländlichen Gebieten Benins ab 19 Uhr finstere Nacht, wenn nicht nicht hier und da ein kleines Holzfeuer vor den Lehmhäusern flackerte.

Diese Woche war es soweit: Die Firma C.M.C. und die Spedition DB Schenker beluden den Container und schickten ihn nach Antwerpen, von dort auf dem Seeweg in den Hafen von Cotonou in Benin und schließlich 400 Kilometer ins Landesinnere nach Kikélé. Bei der Beladung des Containers war auch Nabiou Soumanou, Präsident der Partnerorganisation „W.E ONG“ anwesend. Er weilt im September auf Einladung des Vereins „Perspektiven für Benin“ in St. Ingbert, hat ihm doch ein Abgeordneter in Benin als Dank für sein unermüdliches Engagement den Flug geschenkt. Alle Kosten seines Aufenthaltes hier werden von Privatpersonen in St. Ingbert übernommen.



Für die gesamte Organisation des Transportes des Containers von St. Ingbert nach Kikélé ist der Verein „Perspektiven für Benin“ in Zusammenarbeit mit der W.E ONG zuständig. Die Finanzierung obliegt „Perspektiven für Benin“. Zu den Kosten für den Transport von St. Ingbert bis Cotonou kommen die nicht unerheblichen Ausgaben für die Auslösung des Containers aus dem Hafen Cotonou in Benin. Zu guter Letzt wären dann noch die Kosten für den Transport der 240 Solarmodule mit einem Lkw vom Hafen über die Schlagloch übersäte Straße nach Kikélé zu tragen, wenn nicht ein guter Freund und Helfer der beiden Partnervereine aus Benin diesen Transport kostenfrei selbst übernehmen würde.

„Auf dem Kopf stehen“ wird das Dorf in einigen Wochen, wenn die Bewohner die Solarmodule aus dem Lkw ausladen. Wenn die fünf Elektriker, die die W.E ONG in Wartung und Reparatur von Solarpaneelen gratis über die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat ausbilden lassen, die alle 240 Solarmodule mit Hilfe der Dorfbewohner installieren. Wenn das komplette Dorf, sein Ortsteil Lokpa und die Bauernhöfe rundum abends in Licht getaucht sein werden. Denn dann wird Kikélé wohl als erstes Dorf im ländlichen Benin am Abend komplett erleuchtet sein und über Strom verfügen.

„Zu dieser neuen Lebensqualität hat das St. Ingberter Unternehmen C.M.C. einen enormen Beitrag geleistet“, so die Vorsitzenden Hans Peter Thiel und Waltraud Latz. Beide und besonders Soumanou bedankten sich im Namen von „Perspektiven für Benin“ und „W.E ONG“ im Namen aller Einwohner von Kikélé bei der Geschäftsführung und Belegschaft von C.M.C. für die immens große Unterstützung.

Nachdem nun in absehbarer Zeit das Solarprojekt abgeschlossen sein wird, zu dem auch die 16 installierten Laternen an Plätzen und Wegen beitragen, das Kochstellenprojekt bereits im August erfolgreich beendet werden konnte, hat der St. Ingberter Verein mit dem neuen Projekt „Toiletten für Kikélé“ begonnen. Denn die Bewohner von Kikélé errichten wie alle Menschen im ländlichen Raum von Benin ihre Notdurft irgendwo im Freien. Für jede Spende für das neue Projekt „Toiletten für Alle“ in Kikélé sind „Perspektiven für Benin e.V.“, die „W.E ONG“ und natürlich besonders die Bewohner von Kikélé äußerst dankbar.

Weitere Informationen unter Telefon (0 68 94) 990 66 86 oder 25 94

Nabiou Soumanou (links) vom Verein W.E ONG im westafrikanischen Benin und Stephan Meiser (Firma CMC) bei der Beladung des Containers für das Dorf Kikélé.
Nabiou Soumanou (links) vom Verein W.E ONG im westafrikanischen Benin und Stephan Meiser (Firma CMC) bei der Beladung des Containers für das Dorf Kikélé. FOTO: Hans Pter Thiel / Hans Peter Thiel