| 21:57 Uhr

Ortsrat St. ingbert-Mitte
„Parkrowdys“ sollen sensibilisiert werden

In den Schankgärten werden Fuß- und Radweg oft als Parkfläche missbraucht. Dagegen soll bald vorgegangen werden.
In den Schankgärten werden Fuß- und Radweg oft als Parkfläche missbraucht. Dagegen soll bald vorgegangen werden. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Geht es nach dem Ortsrat St. Ingbert, soll das wilde Parken „In den Schankgärten“ bald eine Ende haben.

In der Straße „In den Schankgärten“ herrscht an manchen Tagen Ausnahmezustand. Dann nämlich, wenn sich Auto an Auto reiht – allerdings nicht auf der Straße, sondern auf dem Fußweg gegenüber der Firma Weber Automotive. Weil es für Fußgänger und vor allem Rollstuhlfahrer zu bestimmten Zeiten auf normalem Weg kaum ein Durchkommen gibt und Slalomfahrten beziehungsweise -gänge an der Tagesordnung sind, wandten sich St. Ingberter an den Ortsrat, der sich die Situation vor Ort anschaute.


So wie auf dem von einem Anlieger geschossenen Foto mit unzähligen aneinandergereihten Fahrzeugen fand der Ortsrat die Situation zwar nicht vor, doch dass das Problem besteht ist unstrittig, wie man täglich beobachten kann. Bereits seit 2015 sei dem Ordnungsamt das Problem „In den Schankgärten“ bekannt, wie Irene Kaiser (CDU) in einer Ortsratssitzung sagte. Wie sie von Passanten wisse, ufere das wilde Parken auf dem Bürgersteig gerade an Wochenenden aus, an Tagen also, an denen das Ordnungsamt nicht kontrolliere.

Ein ähnliches Bild biete sich in Zeiten des Schichtwechsels. Was die Situation dort erschwere, sei ein eingeschränktes Halteverbot im Bereich des Bürgersteigs und des Fußweges, das aber häufig missachtet werde. Die Wege würden dann wie eine Parkfläche belegt.



Der Ortsrat äußerte sein Unverständnis über die „Parkrowdys“, denn die Firma SaarOtec hatte für ihre Mitarbeiter vor geraumer Zeit extra einen Parkplatz gebaut, der sich allerdings ein paar hundert Meter weiter weg befindet. „Das kann nicht sein. Alle anderen müssen den Autos, zum Teil auf die Straße, ausweichen. Das ist ein hohes Gefahrenpotential“, sagte Kaiser.

Wie einer der Anwohner in der jüngsten Ortsratssitzung berichtete, seien die eigens geschaffenen Parkplätze von den Mitarbeitern nicht angenommen worden. Aber der Firmenchef könne keinen Zwang auf seine Angestellten ausüben, ihre Autos dort zu parken oder anderswo gesetzeskonform abzustellen.

Ortsvorsteher Ulli Meyer kann sich eine Sicherung des Radweges durch Ketten vorstellen, um das Parken zu unterbinden und die Situation zu entschärfen. Dies war aber nur ein Teil des Ortsratsbeschlusses, denn außerdem erging an die Verwaltung die Bitte, an dieser Stelle mehr zu kontrollieren und die Geschäftsführung des Unternehmens formal anzuschreiben, damit diese ihre Mitarbeiter für die Siotuation sensibilisiert.