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Neubau der Kita Detzelstraße
Die neue Kita nimmt Gestalt an

Die städtische Kita in der Dezelstraße in Rohrbach wird durch einen Neubau ersetzt..
Die städtische Kita in der Dezelstraße in Rohrbach wird durch einen Neubau ersetzt.. FOTO: Cornelia Jung
Rohrbach. Im Ortsrat Rohrbach wurde mit Beteiligten über neue Pläne am Bildungs-Standort Detzel-Pestalozzistraße diskutiert.

Auch wenn die derzeitigen Besucher der Kita in der Detzelstraße wohl nie den fertigen Neubau besuchen werden, waren die Vertreter des Elternausschusses in der Ortsratssitzung interessiert an den Planungen. Architekt Stefan Reuther hatte zwei Planungsvarianten mitgebracht, die auch Thea Holzer, Leiterin der Abteilung Familie und Soziales, und die Leiterin der Kita, Jeanette Bauer, erstmals sahen. Reuther rief in Erinnerung, dass zuerst nur Anbauten an das jetzige Gebäude geplant gewesen seien und die Erweiterung infolge der aktuellen Raumnot nochmal um zwei Gruppenräume aufgestockt werden sollte. Als der geplante Bau fast doppelt so groß zu werden schien, wurde ein Ersatzneubau diskutiert, den es jetzt geben wird.


Zwei Varianten wurden ausgearbeitet. „Es stellt sich nun die Frage, wo der Bau am sinnvollsten platziert wird“, sagte der Planer. Viele Punkte müssten beachtet werden, so wie zum Beispiel die Sonneneinstrahlung, die Lage zur Schule und der Ausgleich des Höhenunterschieds. Variante eins wäre „straßenbegleitend“ zur Pestalozzischule. Das Gebäude würde sich dabei genau in den Winkel Pestalozzi- und Detzelstraße einfügen. Hier würden die Entwicklungsmöglichkeiten der Schule durch den von der Kita beanspruchten Raum allerdings in Zukunft sehr eingeschränkt. Deshalb tendiere der Architekt zu der zweiten Möglichkeit mit der „Entwicklung entlang der Detzelstraße“.

Alle Gruppenräume lägen im Osten, so dass am Nachmittag keine brütende Hitze herrschen würde. Das Gebäude würde aus zwei Teilen bestehen, da ein Höhenunterschied von 1,50 Meter abgefangen werden müsse. Aus dem gleichen Grund werde der nördliche Teil zweigeschossig und der südliche eingeschossig geplant. Zwischen Schule und Kita könne sich eine Freifläche entwickeln. Im zentralen Teil soll die Krippe eine Heimat finden. In diesem würden zwei große Räume übereinander „gestapelt“ und so eine Art Galerie entstehen. Diese Bauweise sei auch kostengünstiger. Bisher sei noch nichts mit den Fachbehörden abgestimmt. Jenseits von eigenen Präferenzen werde aber wohl der kostengünstigere Plan umgesetzt. „Bei den Diskussionen müssen wir aber auch eine mögliche Erweiterung der Schule im Auge behalten“, sagte die Schulleiterin der Pestalozzischule, Nadine Müller, „wir könnten auch in der Nachmittagsbetreuung mit der Kita kooperieren.“



In diesem Zusammenhang brachte sie die Idee einer Verbindung der beiden Einrichtungen ins Gespräch. Unter Umständen könne man sich einen Essensbereich teilen. Ihr gehe es um eine qualitativ gute Kinderbetreuung, bei der man Synergien von Kita und Schule nutzen könne. So wie die Kita habe nämlich auch die Schule aktuell und in Zukunft ein Raumproblem, so dass schon eine Klasse nach Hassel ausgelagert werden musste. Auch der Kita-Leiterin fehlte bei der Darstellung die Sicht auf das komplette Gelände mit Kita und Schule. So müsse das Parkplatzproblem in diesem Bereich geklärt werden. Bauer stellte außerdem die Frage, wieviel Außengelände nach dem Stellen des Neubaus übrig bliebe. Laut Reuther rund 2000 Quadratmeter – eher mehr. Nicht anfreunden konnte sie sich mit der Vorstellung, dass die Bäume als natürlicher Schattenspender dem Bau weichen müssen. Der Umgang mit den Bäumen, die Schutz vor der Sonne bieten, müsse geklärt werden.

Bei den jetzt genannten Kinderzahlen, 124 in der Kita und 162 in der Schule, fehlte Jörg Schuh (CDU) die Prognose, wie es mit der Entwicklung weitergeht. Thea Holzer sagte, dass man immer nur auf die drei letzten Jahrgänge zurückgreifen könne und ein Ausblick deshalb nicht belastbar sei. Der Blick solle in Zukunft auf beide Einrichtungen gelenkt werden. „Wir sind die Vorboten für die Schule“, sagte Jeanette Bauer. „Das muss alles professionell geplant werden. Die Zeitschiene sollte deshalb nicht so kurzfristig sein, schließlich gibt es schon jetzt Einwände. Da muss an viele Dinge gedacht werden. Viele Faktoren spielen da auch zusammen.“ Schuh schlug einen runden Tisch mit allen Beteiligten vor. Wichtig sei es vor allem, die Leute zu fragen, „die täglich mit den Kindern arbeiten.“