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Ortsrat in Wolfersheim: Staubentwicklung bei Kalkabbau

Wolfersheim. Der Wolfersheimer Ortsrat diskutierte in der jüngsten Sitzung das Thema Kalksteinbruch Rubenheim. „Dabei ging es im Wesentlichen um die Tatsache, dass insbesondere hinsichtlich der Staubentwicklungen im Bereich des Kalkabbaus auf dem Hanickel keinerlei Kontrollen stattfinden. red

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises hat der Firma Schmitt Kalksteinbruch GmbH & Co. KG im Juni 2011 die Genehmigung zum Kalkabbau für sieben Hektar auf dem Hanickel erteilt. Bestandteil dieser Genehmigung sind Auflagen wie die Vermeidung von Staubentwicklungen. Fotos der vergangenen Monate beweisen jedoch, dass diese Auflagen von der Betreiberfirma nicht eingehalten werden. Dies ist insofern nicht verwunderlich, da sich weder der Saarpfalz-Kreis als zuständige Genehmigungsbehörde, noch das Landesamt für Umweltschutz als Landesfachbehörde, in einer Überwachungspflicht sehen", wie Ortsvorsteher Stephan Schepp-Weyrich mitteilt. Die Bürgerinitiative gegen den Kalkabbau auf dem Hanickel werde "diesen untragbaren Sachverhalt" deshalb beim Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis überprüfen lassen. Der Wolfersheimer Ortsrat unterstütze diese Maßnahme. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Axel Kammerer, habe im Ortsrat zudem von der Beschwerde eines Grundstückbesitzers aus Rubenheim berichtet, dessen landwirtschaftlich genutztes Grundstück in der Nähe des Steinbruches ständig durch das Abpumpen von Wasser aus dem Steinbruchbereich unter Wasser stehe.

Der Ortsrat habe sich nach vorheriger Rücksprache mit dem Obst- und Gartenbauverein damit einverstanden erklärt, dass der Verein Bliesgau Obst die Obstbäume entlang der Straße zwischen Wolfersheim und Bliesdalheim künftig pflegt und auch das Obst verwertet.