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Orgelmatinee
Orgelmatinee mit Werken von Bach, Händel und Soler

St. Ingbert. Die nächste Orgelmatinee in der Kirche St. Hildegard in St. Ingbert findet am kommenden Sonntag, 3. Juni, statt. An der Orgel ist Dekanatskantor Christian von Blohn zu hören. Für diese Matinee hat er ein reines Barockprogramm ausgesucht. red

Zu Beginn hören die Besucher von Johann Sebastian Bach die ersten vier Stücke aus der „Orgelmesse“ von 1739, dem „dritten Teil der Clavier-Übung“. Diese Sammlung enthält Orgelkompositionen für den evangelischen Gottesdienst, die auf gregorianischen Chorälen basieren. In gewisser Weise kann man diese Sammlung als lutherisches Pendant zu den französischen (katholischen) Orgelmessen sehen. Eingeleitet wird die Sammlung mit dem „Präludium pro Organo pleno in Es“ (BWV 552.1), das in Anspielung auf die Trinität dreiteilig komponiert ist. Die Tonart Es-Dur mit ihren drei Vorzeichen kann ebenfalls trinitarisch gedeutet werden. Es folgen gemäß der liturgischen Tradition die Rufe „Kyrie eleison“, „Christe eleison“ und „Kyrie eleison“ (BWV 669 bis 671), wobei Bach auf gregorianische Melodievorlagen zurückgreift.


Das Orgelkonzert in g-Moll op. 4/1 von G. F. Händel gehört zu einer Reihe von Konzerten, die Händel gerne als Zwischenaktmusiken bei Aufführungen seiner Oratorien spielte. Dieses Konzert erklang erstmals im Jahr 1736 während der Uraufführung des Chorwerks „Alexander’s Feast“.

Padre Antonio Soler (1729 – 1783) war ein spanischer Komponist, der durch seine mehr als 120 Sonaten für Tasteninstrumente berühmt wurde, die sich durch einen großen Einfallsreichtum auszeichnen. Zum Abschluss der Matinee wird das Stück „Fandango“ zu hören sein, ein Tanz im Dreiviertel-Takt, der im 18. Jahrhundert von vielen Komponisten benutzt wurde, um spanisches Kolorit zu erzeugen.

Die Matinee beginnt um 11 Uhr nach dem Gottesdienst. Der Eintritt ist frei, aber Spenden für die Renovierung der Orgel sind willkommen.