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Optimismus bei der SPD in Hassel

Hassel. Nach einer Pause von rund zwei Jahren haben die Hasseler Sozialdemokraten wieder ihren Maitreff abgehalten. Im Vordergrund der Veranstaltung standen neben zahlreichen Ehrungen die Urnengänge, die in diesem Jahr stattfinden. Wie der stellvertretende Vorsitzende Karl-Heinz Härdter beschrieb, wolle man den Maitreff wieder fortführen und so zum Austausch unter den Vereinen beitragen Von SZ-Mitarbeiter Jörg Martin

Hassel. Nach einer Pause von rund zwei Jahren haben die Hasseler Sozialdemokraten wieder ihren Maitreff abgehalten. Im Vordergrund der Veranstaltung standen neben zahlreichen Ehrungen die Urnengänge, die in diesem Jahr stattfinden. Wie der stellvertretende Vorsitzende Karl-Heinz Härdter beschrieb, wolle man den Maitreff wieder fortführen und so zum Austausch unter den Vereinen beitragen. Zu jeder anstehenden Wahl hatte man jeweils einen SPD-Kandidaten in die Hasseler Eisenbahnstraße eingeladen. Den Anfang machte der Spitzenkandidat für den Hasseler Ortsrat, Albert Zitt. Der Ortsvereinsvorsitzende fasste sich kurz, um den übrigen Rednern mehr Platz für ihre Ausführungen zu lassen. Für den Stadtratskandidaten Thomas Berrang steht eines fest: "Es geht aufwärts." Überall, wo er hinkomme, sei die Stimmung besser als vor Monaten und bis zu dreimal so viele Leute kämen zu den Veranstaltungen der Genossen. Sorgen bereiten dem Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat die Gewerbetreibenden, die unter der Risikozurückhaltung der Kreditinstitute litten. Auf der gleichen Wellenlänge lag er dabei auch mit dem Spitzenkandidaten für den Kreistag, nämlich Landrat Clemens Lindemann. Der Homburger Kreisverwaltungschef hat einen klaren Standpunkt: "Es geht um die Menschen in der Region und nicht um die maximale Rendite." Dabei kündigte Lindemann erhebliche Investitionen im Bereich des Kreiskrankenhauses in St. Ingbert noch in diesem Jahr an. Mehrere Millionen sollen zudem in den Ausbau der Schulen und der Bausubstanz fließen. Auch bei der Kinderbetreuung liegt der Kreis im Saarland vorne. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise habe gezeigt, wie wichtig die SPD sei. Dies ist das Resümee von Stefan Pauluhn. Der Landtagsabgeordnete aus Walsheim tritt erneut für das Saar-Parlament an. Er übte scharfe Kritik an der Bildungspolitik der Landesregierung. G8 könne nur bei der Einrichtung von Ganztagsschulen bestehen bleiben. Verhindern will der Parlamentarier auch das Ausufern der Leih- und Zeitarbeit. Das Saarland habe die höchste Quote in diesem Bereich, der "die Brücke in die Armut" sei. Dass alle Wahlen in diesem Jahr wichtig sind, betonte Staatssekretärin Astrid Klug (MdB). Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes führe dazu, dass in die Qualifikationen der Mitarbeiter investiert werde. "Ohne die SPD wäre das Konjunkturpaket II nicht geschnürt worden", versicherte sie. Klug betonte außerdem, wie wichtig die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes sei. Bei den im Anschluss an die Reden durchgeführten Ehrungen erhielten die Jubilare Urkunden und Anstecknadeln.



Auf einen BlickEhrungen: Urban Lehmann (55 Jahre); Walter Hammann, Ligor Schuler, Jakob Schwarz, Hans Adam, Manfed Schrems und Heinz Lindinger (alle 45 Jahre); Hans Brengel (40 Jahre); Karl-Heinz Härdter und Lucia Hamann, (beide 35 Jahre); Karl-Heinz Gängerich, Elisabeth Schrems, Karl-Heinz Weinland, Manfred Zewen und Unbehend Ruth (alle 30 Jahre); Hans Schrems (25 Jahre); Astrid Wagner, Albert Zitt und Heinz Pohland (alle 20 Jahre). Außerdem erhielten Ludwig Anstadt, Reinhold Unbehend und Hans Adam für besondere Verdienste die Willy-Brandt-Medaille. jma